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Offener Brief an das Justizministerium der Islamischen Republik Iran

Autor: Larkjonathan | Erstellt am: 08.03.2010 | Gelesen: 578
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Herrn Mohammad Sadegh Larijani hat die Aufgabe die Rechtsstaatlichkeit im Iran wiederherzustellen

Sadegh Larijani, Bruder von Mohammad Javad und Ali Larijani
Sadegh Larijani, Bruder von Mohammad Javad und Ali Larijani

Mit respektvollen Grüßen

Es ist mehr als ein Jahr vergangen, seit das Gebetshaus schiitischer Muslime, das den Mitgliedern des Nematollah Gonabadi Ordens gehörte und der dazugehörigen Friedhof in Isfahan zerstört wurden. Diese würdelose Aktion zeugt nicht nur von Respektlosigkeit gegenüber einem schiitischen Gotteshaus, sondern auch von Missachtung der Besonderheit des muslimischen Friedhofs in der weltberühmten Stadt Isfahan (übersetzt: "Hälfte der Welt). Beschämende Nachrichten und Fotos von diesem Ereignis sind durch die international Presse gegangen und wurden in Griechisch, Englisch, Türkisch, Französisch, Arabisch, Persisch, Dänisch, Schwedisch, Deutsch und Holländisch verbreitet. Dieses Ereignis ist nicht durch die Behörden der Islamischen Republik Iran untersucht worden und hat weitere Schande über die neunte Regierung im Iran gebracht.

In der Zeit von Mahmoud Hashemi Shahrudi als Leiter des Justizministeriums hat die Gerechtigkeit in diesem System ihren Wert verloren. Die Stimme der Sufi Derwische wurde von den Behörden ignoriert und alle Versuche mit Mitteln, die in den Gesetzen der Islamischen Republik Iran festgeschrieben sind, etwas zu erreichen, sind fehlgeschlagen und führten dazu, dass die Sufis noch mehr Verfolgungen und Unterdrückungen ausgesetzt waren als jemals! Schließlich haben Mitglieder, Unterstützer und andere Interessierte des Internationalen Komitees für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran begonnen überall auf der Welt die Gesellschaft (und hier vor allem die Gemeinschaft der Muslime im Westen) ins Bild zu setzen, sowie in verschiedenen Städten Europas, Kanadas und den USA Demonstrationen organisiert und Kontakte mit Menschenrechtsorganisationen und entsprechenden Behörden im Westen aufgebaut.

Es sind grundlegende Bürgerrechte für alle Menschen auf der Welt Gebetshäuser zu haben, sowie auf dem Friedhof der eigenen Stadt begraben zu werden und deren Würde zu bewahren. Die Islamische Republik Iran hat internationale Konventionen und Verträge diesbezüglich unterschrieben und ist verpflichtet sich daran zu halten und die Einhaltung solcher Rechte zu garantieren, sonst wird die internationale Gemeinschaft zurecht von Iran Antworten einfordern, wie wir vor kurzem Zeugen des Treffens der UN Menschenrechtskommission in Genf waren, als Ihr Bruder Mohammad Javad Larijani mit diversen Punkten konfrontiert wurde.

Als neuer Steuermann des Justizapparates fordern wir Sie auf, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die vergessenen Rechte der Nematollah Gonabadi Sufis wieder herzustellen, sowie die notwendigen und dringlichen Anweisungen anzuordnen, insbesondere um das Gebetshaus der Nematollah Gonabadi Sufi Derwische auf dem Friedhof „Takhte Foulad" in Isfahan und das danebenliegende Grabmal von Izad Goshap – Darvisch Naser Aly wieder aufzubauen.

Wir möchten Sie hiermit darüber in Kenntnis setzen, dass sich die Mitglieder, Unterstützer und Interessenten des Internationalen Komitees für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran zu neuerlichen Aktionen entschließen werden, wenn die notwendigen Maßnahmen nicht bis zum Ablauf dieses Jahres in Gang gesetzt werden. Unsere Aktionen werden eine Kette miteinander verbundener Aktivitäten beinhalten, unter anderem die Verbreitung von wahrheitsgemäßen Informationen über die ereignisse im Iran, Demonstrationen und Hungerstreiks vor wichtigen Institutionen der Islamischen Republik auf der gesamten Welt, wie Botschaften, Geschäften und Bankgebäuden. Desweiteren werden wir Proteste vor wichtigen westlichen Institutionen veranstalten, weitere Konferenzen organisieren, die Presse einbinden und namhafte Persönlichkeiten aus verschiedenen Lebensfeldern ansprechen. Alle notwendigen Maßnahmen werden wir treffen, um die Rechte der Derwische zu schützen und öffentlich die Vorbereiter und ihre dunklen Absichten für dieses unmenschliche Verhalten zu benennen.

Ein Spruch des großen dritten Imams der Schiiten, Hossain, dem Sohn Ali's, leuchtet wie ein Appell von dem „Internationalen Komitee für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran": „selbst wenn ihr nicht einer Religion angehört, verhaltet euch menschlich."

Gott ist mit jenen, die für Frieden und Gerechtigkeit einstehen.
Internationales Komitee für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran
Brüssel - Washington – Toronto, am 15 Esfand 1388//Dienstag, 2.März 2010
 
Jonathan Lark
 
 
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