LEIPZIG. (Ceto) Nach Bekanntgabe der aktuellen US-Ölbestände bewegt sich der Rohölpreis auf dem Level von gestern früh. Die uneinheitlichen Daten gaben am Abend den Notierungen Auftrieb, woraufhin diese von ihren Tagestiefs zurückkehrten. Im heutigen Frühhandel kostete das Barrel US-Leichtöl (WTI) demnach rund 82 Dollar; Nordseeöl (Brent) lag bei 83 Dollar.
Unmittelbar nachdem die US-Energiebehörde DOE gestern Nachmittag ihre aktuellen Bestandsdaten veröffentlicht hatte, verlor der Ölpreis rund einen Dollar an Boden. Ursache waren die deutlichen Aufbauten bei den Rohölvorräten: Das DOE konstatierte einen Zuwachs von mehr als 5 Millionen Barrel; das American Petroleum Institute hatte tags zuvor mit knapp 6,5 Millionen Barrel gerechnet. Auf der anderen Seite sorgten die Bestandsabbauten bei Destillaten und insbesondere bei Benzin für Gegenwind: Während das API lediglich mit einer Verknappung um 1,8 Millionen Barrel kalkuliert, sind es laut DOE 4,4 Millionen Barrel. Diese Werte sorgten dafür, dass die Bestandsdaten in dieser Woche in der Summe von Anlegern leicht bullish, also preissteigernd, interpretiert wurden.
Der zuletzt anziehende Dollar begrenzte den Aufwärtsspielraum der Rohölnotierungen allerdings. Das gilt auch für die nach wie vor überwältigenden Vorräte, wenngleich die Nachfrage jüngst ein wenig zulegte.
In Deutschland dürfte der Heizölpreis indes stabil bleiben. Die verschiedenen Vorgaben der Märkte neutralisieren sich weitgehend.