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Öko-Fashion als neuer Standard?

Autor: Modefan | Erstellt am: 18.06.2010 | Gelesen: 703
Kategorie: Lifestyle - Mode & Schmuck | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Style kann in der heutigen Zeit nicht alles sein!

Mode kann und soll auch ökologisch sein.
Mode kann und soll auch ökologisch sein.
Klar, Fashion muss stylisch, individuell, eventuell preiswert, ganz nach dem eigenen Geschmack und darüber hinaus, bitte auch noch Figur-schmeichelnd sein! Doch kann das in der heutigen Zeit alles sein? Müsste man nicht, neben diesen oft gestellten Bedingungen an die Fashion, auch andere Forderungen an die Fashion-Industrie stellen?

Viele Menschen denken mittlerweile in diese Richtung. Fashion muss in der heutigen Zeit auch „öko" und „politisch korrekt" sein! Bevor jetzt große Panik einsetzt: Stop! Mit „öko" sind nicht Jute-Kleidung, kratzige Strickpullis und Jesus-Latschen gemeint, sondern ökologisch korrekt verarbeitete Fashion, die richtig gut aussieht! H&M hat es bereits vorgemacht: einige der schwedischen Kleidungsstücke sind aus Öko-Baumwolle, die ökologisch sinnvoll verarbeitet wird – nebenbei überzeugen die Klamotten durch ihren klassisch-lässigen H&M-Style, der uns seit Jahren begeistert. Genannt wird diese Kollektion dann „Organic Cotton" und allein durch diesen englischsprachigen Namen suggeriert die Linie Coolness und Stil und findet so reißenden Absatz! Auch C&A setzt seit einiger Zeit auf ökologisch vertretbare Kleidung und zeigt damit, dass umweltbewusste Kleidung nicht zwangsweise teuer sein muss.

Ein weiterer Aspekt, den Fashion mittlerweile erfüllen sollte, ist die politisch korrekte Herstellung: Kinderarbeit, Hungerlöhne, Giftstoffe und Sweat-Shops gehören aus der Fashion verbannt und rigoros verurteilt! Denn wenn jeder ein bisschen darauf achtet und Öko-Fashion bevorzugt, wird die Fashion-Industrie über kurz oder lang umdenken müssen! Es kann nicht sein, dass die Mode-Industrie jedes Jahr Milliarden umsetzt und ihre Kleidung in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Indien, Thailand oder Kambodscha produzieren lässt. Am Existenzminimum lebende Arbeiter werden in so genannten Sweat-Shops ohne Tarifverträge und mit zu langen Arbeitszeiten ausgebeutet, nur damit die Kunden in Europa und den USA billigst zu hipper Mode kommen. Unter welchen Bedingungen diese Kleidung entstanden ist, möchte der Käufer am liebsten gar nicht wissen. Aber hier ist ein Umdenken unausweichlich! Deshalb ein Appell an alle Mode-Fans: Erst informieren, dann kaufen!

Hanna Koschl
 
 
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