Das Projektteam mit Schulleiterin Cordula Hollerbach-Malutzki (Bildmitte) (Bild: wort.laut)
In vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit haben engagierte Eltern und eine Gruppe Auszubildender des CJD Jugenddorfes Offenburg den Sinnesgarten der Grundschule Oberschopfheim umfassend erneuert. Nach der Vorbereitung durch die Eltern konnten die angehenden Gartenbaufachwerker unter Anleitung von Ausbilder Martin Wirth ans Werk gehen. Finanziert wurde das Projekt vom Freundeskreis der Schule. Unterstützung leisten Elternbeirat und Gemeinde."Unsere Kinder brauchen Plätze zur Bewegung", erklärt Schulleiterin Cordula Hollerbach-Malutzki die große Beliebtheit des schuleigenen Sinnesgartens. Täglich wird der 2003 aufgebaute und 2004 vom damaligen Staatssekretär Helmut Rau eingeweihte Garten daher intensiv genutzt.
In allen Pausen, während der Randzeitbetreuung oder nach den Hausaufgaben stehen die Spielgeräte sowie der integrierte Kräutergarten den Kindern zur Verfügung. Im Rahmen des Unterrichtes werden beispielsweise Beeren gepflückt und gekostet oder verschiedene Kräutertees zubereitet: "Auf diese Weise werden die Sinne geschult und die Kinder spielerisch an die Natur herangeführt", so Cordula Hollerbach-Malutzki. Auch für Klassenfeiern eignet sich der Garten mit seinem Pavillon als bevorzugter Festplatz. Dass es in all den Jahren beim Toben, Spielen und Ausprobieren noch nie eine Verletzung gegeben hätte, wertet die Schulleiterin als weiteren Pluspunkt für den Sinnesgarten.
Die starke Beanspruchung der vergangenen Zeit hat allerdings sichtbare Spuren hinterlassen; ein umfassender Wiederaufbau war somit dringend erforderlich. Für die notwendigen Vorarbeiten erklärten einige Eltern sofort ihre Bereitschaft. Die weiteren Tätigkeiten wurden fast ausschließlich von einer Gruppe Auszubildender aus dem Offenburger Jugenddorf ausgeführt.
Die sieben Jugendlichen absolvieren derzeit das zweite Jahr ihrer Ausbildung zum Fachwerker im Garten- und Landschaftsbau. Unter fachlicher Anleitung von Ausbilder Martin Wirth übernahmen sie die Einarbeitung eines Wurzelschutzvlieses gegen den zunehmenden Unkrautwuchs auf dem Gelände. Zudem mussten verschiedene Materialien wie Rindenmulch, Schotter, Splitt oder Kies zur Erneuerung der Aufschüttung eingebracht werden.
Die Auszubildenden zeigten zudem ihr Können beim Schneiden sowie beim Verpflanzen von Sträuchern. "Auch beim Aufsetzen der eingestürzten Kräuterburg haben unsere Teilnehmer tatkräftig mitgewirkt", ergänzt Martin Wirth. Wohlwollende Unterstützung für das Projekt gibt es zudem von der Gemeinde, die sich an der laufenden Pflege des Geländes beteiligt.