Riester Rente
Die Riester Rente ist bekanntlich eine Möglichkeit, die eigene private Altersvorsorge durch staatliche Hilfen aufzustocken. Nach einer Umfrage der „Welt" bei verschiedenen großen Anbietern haben ca. 20% aller Riester-Sparer bis jetzt immer noch keinen Antrag auf die Zulagen für 2006 gestellt. Da dies jedoch nur noch bis Ende des Jahres möglich ist, sollte man möglichst schnell handeln.
Laut Berichten der Allianz hätten ca. 15% aller Anleger keinen Antrag auf Riester-Zulage gestellt. Bei der Union Investment sind es sogar ganz 25%, wobei das Ganze sich von Bundesland zu Bundesland unterscheide, heißt es weiter. Demnach liegen die Anleger im Saarland mit über 38% Nicht-Antragstellern an der Spitze. Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment rechnete aus, dass die Anleger bei einer angenommenen Grundförderung von 189 Euro pro Person ca. 49 Millionen Euro verschenken.
Über die Gründe wird weiter spekuliert, wobei es sich um eine Mischung aus Abscheu vor bürokratischem Aufwand und schierem Unwissen handelt, denn laut der „Welt" denken offenbar viele Anleger, dass sie stattdessen den Steuervorteil von 1.575 Euro im Jahr 2006 nutzen konnten und deshalb keine Zulagen mehr beantragen müssen. Dies sei jedoch ein Irrtum, warnt Vorsorge-Experte Nauhauser, denn die Finanzbeamten würden bei einer Günstigerprüfung lediglich die Differenz zwischen Zulagen und Steuervorteil anerkennen.
Wer die Riester-Zulagen nicht nutzt, verschenkt nach Nauhausers Ansicht nicht nur Geld, sondern macht seine Altersvorsorge insgesamt sehr unattraktiv, denn im Alter muss man die Auszahlungen versteuern. Hat man jedoch vorher auf die Zulagen verzichtet, rechne sich das Ganze nicht mehr, hieß es weiter.
Sollte man also die Zulagen für das Riester-Jahr 2006 noch nicht beantragt haben, ist jetzt noch Zeit, dies so schnell wie möglich nachzuholen. Es geht um bares Geld, welches man nicht verschenken sollte.
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