Alle Menschen die heute auf der Erde leben haben sehr überlebenstüchtige Vorfahren gehabt. Denn sie Alle haben es geschafft Kinder zu haben und Ihnen im Überlebenskampf die notwendige Fürsorge zukommen zu lassen. Wir sollten also nicht mit den ererbten Genen zu sehr hadern.
Wir sind seit Urzeiten darauf ausgerichtet bei jeder Gelegenheit Nahrung aufzunehmen. Wenn wir also gerade nicht irgendwie anderweitig beschäftigt sind, sendet unser Körper Signale das es jetzt an der Zeit ist Energie nachzufüllen. Dieser Vorgang setzt nicht nur ein wenn der aktuelle Energiespiegel gerade zu niedrig ist, sondern grundsätzlich wenn ein Zeitfenster zur Nahrungsaufnahme da ist. Denn wir sind ja in der glücklichen Lage in sehr großen Mengen Energie in unserem Körper zu speichern. Dadurch haben wir den nicht zu unterschätzende Vorteil diese Energiedepots jederzeit mit uns zuführen und bei Bedarf ohne zusätzliche Anstrengungen (
Jagd, Beeren sammeln, Ackerbau) sie nutzen zu können. Dadurch sind wir in der Lage auch ohne Nahrungsaufnahme unsere vitalen Funktionen über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten. Der Körper speichert die Energie für die Notzeiten unabhängig aus welcher Nahrung sie gewonnen wurde immer in der für ihn effektivsten Form. Dafür sucht er sich grundsätzlich Stellen im Körper aus an denen die Speicherung am wenigsten die normalen Funktionen behindert. Für unseren Organismus ist Fett die effektivste Form der Energiespeicherung.
Die besten Orte der Speicherung sind Bauch, Po, Oberschenkel. Dies sollte man nicht beklagen, denn unsere Existenz zeigt, das Konzept ist sehr erfolgreich gewesen. Heutzutage muss man in Westeuropa nicht mit einem kurzfristig wechselnden Nahrungsangebot oder Notzeiten mit Hunger und Unterernährung rechnen. Das über unzählige Generationen bewährte Programm unseres Körpers bei jeder sich bietenden Gelegenheit möglichst Energiedepots in Form von Fettpolstern anzulegen, ist im Moment kontraproduktiv. Denn es fehlt die körpereigene Regelung. Da es in der Vergangenheit für den allergrößten Teil der Menschen immer wieder in recht kurzen Abständen Notzeiten gab, war eine Begrenzung der Fettspeicher schlicht nicht notwendig.
Durch das stark schwankende Nahrungsangebot hat man langsam oder schnell immer wieder gesund oder weniger gesund abgenommen. Für uns heißt das, da kein automatisches Regulativ vorhanden zu sein scheint, unser Verstand muss jetzt eingreifen. Dicker zu werden und Fettreserven anzulegen ist grundsätzlich kein ungesunder Vorgang. Im normalen Leben sind aber diese Reserven nicht mehr notwendig, und durch die fehlende Regelung haben sie gesundheitsschädliche Ausmaße angenommen. Da Zunehmen von Hause aus ein langsamer und gesunder Vorgang ist, sollte auch langsam gesund abnehmen möglich sein. Man muss den Körper langfristig überzeugen keine übertriebene Vorsorge (in Form von Fettpolstern) treffen zu müssen. Mit Hilfe unseres Verstandes ist das sogar relativ kurzfristig zu trainieren. So kann man auf Dauer schlank werden. Dick sein ist nun wirklich nicht Schicksal.
PreMinus, Rainer Glätzer