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NLP und Selbst-/Natur-Heilung. (66, T. 2; (35-2 + 59/60))

Autor: WolfgangSchwalm | Erstellt am: 04.03.2011 | Gelesen: 682
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Wohl-Fühlen als Ergebnis persönlicher Wahr-Nehmung.

Mitsu tomoe: Sonne, Himmel, Erde, Mensch
Mitsu tomoe: Sonne, Himmel, Erde, Mensch
Haben Sie schon mal Menschen jenseits von ca. 45 Jahren etwas genauer zugehört? Sie erzählen gerne und häufig von ihren Krankheiten und Schicksals-Schlägen. Sie haben eine Krankheit, im Sinne von Objekt-Besitz! Ich habe ... a) dich lieb, b) 1 Haus, c) 1 Auto, d) eine Frau, e) ... vegetative Dystonie. Klingt toll. Sie sind nicht einfach nur krank! Menschen, die sich über unser aller Alltagsenglisch erregen – "Sprich Deutsch!" – kennen plötzlich komplizierteste lateinische Begriffe. Und sie lesen evt. noch die Beipackzettel. Zwischen 2 Personen beginnt plötzlich ein Wettstreit der wohlklingenden Krankheits-Begriffe. "Das was du hast, ist erst die Vorstufe zu ...! So fing das bei mir vor 8 Jahren auch an!" Ich gehöre "leider" nicht zu diesen Menschen. Mein Arzt ist unfähig, mir 62-Jährigen eine toll klingende Krankheit zuzuordnen. Ich befinde mich an der Grenze zu Bluthochdruck und einem etwas ungesundem Zuckerwert. Das zählt doch nicht! Ich bin ausgeschlossen von den hard-core-Kranken! Wie ein Hartz 4-Empfänger in einer Spielbank.

Teil 2

Ein zentrales Element der NLP sind die NLP-Vorannahmen, welche von Bandler und Grinder als Verhaltensgrundmuster beim 'Modellieren' erfolgreicher Persönlichkeiten genannt wurden. Die zwölf wichtigsten „Vorannahmen" sind:

  1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet.

  2. Menschen treffen innerhalb ihres Modells von der Welt grundsätzlich die beste ihnen mögliche Wahl.

  3. Jedes Verhalten ist durch eine positive Absicht motiviert.
    Das Akzeptieren einer subjektiv positiven Absicht ignoriert nicht die möglichen Auswirkungen einer Handlung. Sie dient im beratenden Kontext dazu, ein negatives Selbstbild umzudeuten.

  4. Menschen haben alle Ressourcen in sich, um jede gewünschte Veränderung an sich vorzunehmen. evtl. Zu ergänzen „… bis man an Grenzen stößt, z.B. physische Ursachen."

  5. Der positive Wert eines Individuums bleibt konstant, aber die Angemessenheit des Verhaltens kann bezweifelt werden.

  6. Es gibt in der Kommunikation keine Fehler oder Defizite. Alles ist Feedback.
    Durch diese Vorannahme wird der Weg zur verletzungsfreien Annahme von Kritik eröffnet. Einseitige Schuldzuweisungen sind auch nach P. Watzlawick (Interdependenz) grundsätzlich falsch.

  7. Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion, die man erhält.
    Nicht, was Du tust, zählt, sondern wie Deine Umgebung auf Dich reagiert.

  8. Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes[oder tue es anders: Methodenwechsel].
    Offen zu sein für alles, was funktioniert. Die Bereitschaft zur Suche nach Lösungsalternativen. Eine typische Konfusion wird hiermit erzeugt: „Es ist so!" - „Oder auch nicht!!"

  9. In einem ansonsten gleich bleibenden System kontrolliert das Element mit den größtmöglichen Verhaltensmöglichkeiten das System.
    Es wird Verhaltensflexibilität vom Berater eingefordert.

  10. Widerstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität auf Seiten des Beraters.
    Es gibt immer einen dritten Weg.

  11. Der Sinn jeder Kommunikation ist nicht die Absicht, sondern die Reaktion, die sie beim Gegenüber auslöst.
    Diese Annahme korrespondiert mit dem Axiom von P. Watzlawick: Wahr ist nicht, was A gesagt hat; Wahr ist, was B verstanden hat.

  12. Wenn jemand etwas Bestimmtes tun kann, so ist es möglich, dieses Verhalten zu modellieren (nachzumachen) und es weiterzugeben.

Als zentrale Grundannahme des NLP gilt, dass innere Vorgänge und innere Wahrnehmung des Menschen gleichgesetzt werden und dass zur Diagnose psychologischer Störungen die Befunde aus einer Befragung [bzw. der Selbst-Reflektion] des Klienten verwendet werden.

Dem liegt folgende Annahme zugrunde:

Der Mensch nimmt die Umwelt mit seinen fünf Sinnen wahr[Kognition, real: 5 + 3 Sinne + Instinkt].

  1. Visuell (mit dem Sehsinn, d. h. mit den Augen)

  2. Auditiv (mit dem Hörsinn, d. h. mit den Ohren)

  3. Kinästhetisch (spüren, d. h. mit allen Teilen seines Körpers, siehe Tiefensensibilität/Haptische Wahrnehmung)

  4. Olfaktorisch (mit dem Geruchssinn, d. h. mit der Nase)

  5. Gustatorisch (mit dem Geschmackssinn, d. h. mit dem Gaumen)

Die fünf Kommunikationskanäle werden mit VAKOG abgekürzt („visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch").

In der Regel werden [bei der Wahrnehmung: Input, Sensorik] ein oder zwei Sinneskanäle bevorzugt verwendet. Hierbei handelt es sich häufig um visuelle und akustische oder kinästhetische und visuelle Repräsentationen. Die Theorie derLerntypen basiert auf dieser Einteilung. [Beim Output (Motorik) werden ebenso Präferenzen angewandt, insbesonders bei der non-verbalen Kommunikation (z. B. Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – die nicht miteinander vereinbar sind, also eine Art von "Störgefühl" (Abwehrmechanismen) (ähnlich dem des dubbel binding)].

Der Klient kann mit Hilfe von NLP-Formaten auch in eine leichte Trance (ohne bewusstseinserweiternde Elemente) geführt werden [oder sich selbst führen] und in dieser Entspannung innere Bilder oder Gefühle betrachten. Das hängt vom Ziel der Intervention und von den vorhandenen Ressourcen der Beteiligten (Berater und Klient) ab. Die wichtigsten Bestandteile im laufenden Prozess sind die Autosuggestion, das Dissoziieren, das Ankern und das Reframing.

Andere Formate des NLP nutzen das Reframing oder die Konklusion paradoxer Sichtweisen, um den Klienten aus unangenehmen Sichtweisen herauszuentwickeln. Grundlage des NLP ist die Annahme, dass hinter jedem Ergebnis eine (oft unbewusste) Strategie steht, so dass auch einem „Misserfolg" eine Planung zugrunde liegt. Diese so genannten „Meta-Programme", von denen angenommen wird, dass sie die zum Teil unbewussten Entscheidungsprozesse begleiten, sollen mit Hilfe zumeist verhaltenstherapeutischer Interventionen gezielt verändert werden.Das Bewusstsein des Klienten soll dazu angeregt werden, auf der Basis von zuvor visualisierten oder beschriebenen Zielen auch neue Strategien zu entwickeln. Da diese sich nach R. Bandler im Denken, also im Gehirn abspielen, geht es nun darum, Menschen beizubringen, wie sie mit ihren vorhandenen Ressourcen neue, hilfreiche Verhaltensweisen entwickeln können.

Der Begriff „Programmieren" versteht sich innerhalb der NLP nicht als manipulativ, da sämtliche Interventionen unter Abfrage der ethischen und moralischen Werte des Klienten abgestimmt werden.

Solche unbewussten Manipulationen, die etwa Ziel von Verkaufsgesprächen oder Verhandlungen sein könnten(Verkaufs-Psychologie), versucht NLP durch ethische Standards zu vermeiden. Die Absicht besteht vielmehr darin, Klienten und Klientinnen zu helfen, sich gegenüber Programmen[s. o.], die normalerweise unbewusst ablaufen, zu emanzipieren und damit ihre Lebensqualität zu steigern.

Auf jeden Manipulationsversuch reagiert das vitale Lust-Frust-Prinzip mit einem Un-Wohl-Gefühl! Verstärkungen von Verhalten (positives Feedback) werden bekanntlich am wirksamsten mit dem Lob-Tadel-Prinzip beantwortet.

DasJohari-Fensterist ein Fenster bewusster und unbewusster Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale zwischen einem Selbst und anderen oder einer Gruppe.

  1. Öffentliche Person: mir und anderen bekannt

  2. Mein Geheimnis: mir bekannt, anderen unbekannt

  3. Blinder Fleck: mir unbekannt, anderen bekannt

  4. Unbekanntes: mir unbekannt, anderen unbekannt

Mit Hilfe des Johari-Fensters wird vor allem der so genannte"blinde Fleck" im Selbst-Bild eines Menschen illustriert [Neurosen > Psychosen].

[3. und 4. sind am problematischten bei der Selbst-Reflektion zur Verhaltensänderung.]

  • Unter dem „blinden Fleck" versteht man alles, was vom Betroffenen ausgesendet und vom Empfänger wahrgenommen wird, ohne dass sich der Betroffene dessen bewusst ist. Andere erkennen Charakteristika, die der Betroffene bei sich selbst nicht erkennt.

Blinder Fleck bezeichnet in der Sozialpsychologie die Teile des Selbst oder Ichs, die von einer Persönlichkeit nicht wahrgenommen werden.

Die psychischen Funktionen, die „blinde Flecke" erzeugen, haben durch die Psychoanalyse einen eigenen Namen erhalten: Abwehrmechanismen.

jede ungelöste Verdrängung beim Arzt entspricht ... einem 'blinden Fleck' in seiner analytischen Wahrnehmung."

In der Soziologie und Kriminologie wurden die Abwehrmechanismen Neutralisationsmechanismen genannt, die dazu dienen, eigene kriminelle Handlungen zu bagatellisieren, zu rationalisieren oder zu leugnen, um die Schuld abzuwälzen (z. B. „es trifft selten einen Falschen"; „das hätte doch jeder gemacht"; „es dient doch einem guten Zweck" = der Zweck heiligt die Mittel).

Alle Menschen sind in der Lage, blinde Flecke – möglicherweise situations- und befindlichkeitsabhängig – auszubilden. Die Abwehrmechanismen haben auch eine wertvolle Schutzfunktion für die Psyche und dürfen nicht von vorneherein nur negativ bewertet werden.

  • Unbekannt ist alles, das weder dem Betroffenen noch anderen bekannt ist. Es handelt sich um unenthülltes Terrain, welches ergänzend zu den wahrgenommenen, reellen Tatsachen und als Kontinuum alles Möglichen, jedoch Unbekannten steht.

Wie wir gesehen und gelernz haben kann

  1. sich jeder selbst vorsorglich gesund erhalten – durch gesundes Verhalten (z. B. Nahrung als Medizin),

  2. können sich die Menschen selbst natürlich heilen indem sie ihr Verhalten ändern,

  3. können sie sich bei der Selbst-Bewußtseins-Veränderung (Wissen, NLP) helfen lassen,

  4. sollten sie sich bei der Verhaltens-Änderung notfalls duch kompetente Hilfe therapieren lassen.

Ich wünsche allen LeserInnen dieses Textes, das sie ihrem Leben mehr Qualität (statt Quantität) hinzufügen und dadurch ihre Träume leben können, statt ihr Leben nur zu träumen!

Nachtrag, ftd.de, 02.03.2011: Ärzte sollen mehr Placebos verschreiben

Der Effekt der eigentlich wirkungslosen Tabletten ist umstritten. Viele Ärzte halten nichts von den Pillen ohne Wirkstoff. Die Bundesärztekammer ist vom Mehrwert der Präparate überzeugt und ruft zur verstärkten Nutzung auf.

Hippokrates: "Der Arzt muss nicht nur bereit sein, selber seine Pflicht zu tun, er muss sich auch die Mitwirkung des Kranken, der Gehilfen und der Umstände sichern."

Siehe auch: NLP und Selbst-/Natur-Heilung. (65, T. 1; (35-2 + 59/60))

© Copyright 2011 by Wolfgang Schwalm, all rights reserved!
(Mein Info-Center: www.wuala.com/WWWSchwalm # WSchwalm@gmx.de)

 
 
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