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Nissan JUKE 1,6 Tekna: Unernst des Lebens

Autor: autonet | Erstellt am: 20.12.2010 | Gelesen: 8937
Kategorie: Auto - Motor & Verkehr | Bewertung: rateArateArateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Mal etwas anderes fürs Auge: der Nissan Juke zaubert Umstehenden ein Grinsen ins Gesicht. Dem einen oder anderen auch ein hämisches.

Der ulkige Nissan JUKE im autonet.at-Intensivtest.
Der ulkige Nissan JUKE im autonet.at-Intensivtest.
Anfänglich sorgt der Juke bei uns für einige Verwirrung: Die Scheiben sind vereist, der Innenraum so frostig wie das Verhältnis zwischen meiner Frau und ihrer Schwiegermutter. Da will die Klimaklaviatur bedient werden. Doch: wo isndie? Wir suchen uns einen Wolf, aber können nix finden. Weder die Temperatureinstellung, noch jene für die Luftströme sind ersichtlich. Ja sind wir denn schon ganz deppert, müssen wir tatsächlich die Bedienungsanleitung hervorkramen? Einige Minuten des Zweifelns am eigenen Verstand später finden wir das Gesuchte. In der Mittelkonsole gibt es, unter anderen, zwei Knöpfe, die des Rätsels Lösung sind: Auf dem einen steht D-Mode und auf dem anderen Climate. Betätigt man ersteren, sind alle Bedienschalter mit Funktionen für die Motorkennfelder belegt: Normal, Sport, Eco. Selbige Knopferl mutieren zu Klimaschaltern, wird „Climate" gedrückt". Das ist lustig, hat man das mal behirnt.

Spaßdarf sein

Lustig ist überhaupt so ein Wort, das einem am Steuer des Juke immer wieder unterkommt. Passanten etwa finden das Auto lustig. Da stehen sie am Straßenrand und grinsen, wenn Du kommst. Man weiß zwar nicht, ob das wohlwollend, oder hämisch ist. Wir, in unserem guten Glauben nehmen einmal ersteres an. Es ist ja auch so: der Juke ist nichts, was man auf den Straßen schon einmal gesehen hätte. Da sind zum einen die die Motorhaube flankierenden, aufgesetzten Froschaugenlichter, die so aussehen, als hätte der zuständige Designer einen Kasperl gefrühstückt. Auch beim Gestalten des Autorests dürften die in der Kreativabteilung von Nissan einen ordentlichen „Koarl" gehabt haben, wie man bei uns sagt. Gegen den visuellen Happysound des Juke wirkt das, was sonst so auf unseren Straßen unterwegs ist, wie ein Requiem von Bach – selbst wenn das Auto, wie in unserem Fall in tiefem Schwarz daher kommt.

Nissan JUKE Tekna
Der Nissan Juke stemmt sich punkto Optik mit aller Macht gegen den herrschenden Mainstream.
Da schaut der Mensch, wenn  der extrooviertierte Japaner des Weges kommt und zaubert ihm ein Grinsen ins Gesicht.


Nissan JUKE Tekna 2
Man weiß zwar nicht, ob das ein wohlwollender, oder ein verächtlicher ist.
Wir, in unserem guten Glauben, nehmen einmal ersteres an. Es ist ja auch so:
der Juke ist nichts, was man auf den Straßen schon einmal gesehen hätte.


Pfiffiges Interieur, gut verarbeitet

Auch Innen gibt´s, neben dem bereits im ersten Absatz erwähnten Schabernack, einiges fürs Gemüt: alles ist irgendwie rund. Das beginnt bei den Türgriffen, zieht sich (no na) übers Lenkrad, dem Design der Mittelkonsole und endet beim Deckel fürs Handschuhfach. Die Materialien und die Verarbeitung sind ebenfalls geeignet, die Stimmung hochzuhalten. Da gibt´s nichts zu meckern. Das belederte Gestühl bietet feinen Seitenhalt. Überhaupt sitzt man gut im Juke. Alles liegt fein in Griffnähe. Vor allem der überaus knackige, leicht erhöhte Joystick.

Nissan JUKE Tekna Interieur

Fun in the City

Und so startet man also frohgemut per Knopfdruck den 117 PS starken 1,6-Liter-Benziner und ist, ob des sich in akustischer Distinguiertheit auf Betriebstemperatur arbeitenden Vierzylinders, quietschfidel. Gasbefehle werden rasch umgesetzt, die Drehzahlnadel wandert leichtfüßig gen roten Bereich. Wird die „Sport"-Einstellung aktiviert gewinnt der Juke nochmals deutlich an Dynamik. Der kurze Radstand macht sich innerstädtisch durch ein ausgeprägt behändes Wesen bemerkbar, der geringe Kurvenradius in Kombination mit straffer Fahrwerksabstimmung verleitet selbst in kriminell engen Parkgaragen zu lustspendender, verschärfter Gangart. Das macht Spaß und freut das Kind im Manne.

Nissan JUKE Tekna Front
Da sind zum einen die die Motorhaube flankierenden, aufgesetzten Froschaugenlichter,
die so aussehen, als hätte der zuständige Designer einen Kasperl gefrühstückt.


Hart in der Sache

Sitzt die Angebetete nebenan, heißts ob der wenig konzilianten Federung etwas an sich halten. Ansonsten könnte der sich breit gemachte Frohsinn darunter leiden. Schnell überfahrene Fahrbahnschwellen sind geeignet, die Holde rasch, im wahrsten Sinn, an die Decke gehen zu lassen. Auch die, als Reaktion auf Bodenunebenheiten, kurzen, harten Stöße sorgen unter anderen Umständen wohl für mehr Wonne.

Nissan JUKE Tekna Heck
Auch beim Gestalten des Autorests dürften die in der Kreativabteilung von Nissan einen ordentlichen
„Koarl“ gehabt haben, wie man bei uns sagt. Gegen den visuellen Happysound des Juke wirkt das,
was sonst so auf unseren Straßen unterwegs ist, wie ein Requiem von Bach – selbst wenn das Auto,
wie in unserem Fall in tiefem Schwarz daher kommt.

Nissan JUKE Tekna Tacho

Eine Sechste bitte!

Dann mal raus aus der Stadt und mit dem Juke Überlandterrain bevölkert. Mit den im großstädtischen Gassengewirr nicht zu knapp bemessenen 117 PS kommt man hier allerdings schnell an seine Grenzen. Etwas langwierig ist der Spurt auf Autobahngeschwindigkeit. Und ist diese erst mal erreicht, dröhnt es kräftig in den Ohren. Bei Tempo 120 heult der Juke bei 4.500 Touren dahin. Reflexartig versucht man dann, in die Sechste zu schalten, was freilich in Ermangelung einer solchen ein sinnloses Unterfangen ist. Aber auch diesem Umstand kann man Spaßiges abgewinnen, wenn Tacho- und Drehzahlnadel in trauter Eintracht gen 12 Uhr zeigen.

Fazit
Der Nissan Juke ist ein Kind dicht bevölkerter Regionen. Dort wo es eng ist und quirlige Handhabung erforderlich, macht der fidele Japaner seine Sache sehr gut. Auch verbrauchstechnisch: 8,5 Liter in der Stadt sind vollkommen in Ordnung. Ein Freund ausgedehnter Urlaubsfahrten ist er nicht. Da sei nicht zuletzt das eingeschränkte Platzangebot im Fond und Kofferraum davor. Mit dem von uns gefahrenen 1,6-l-Benziner mit 117 PS verhält es sich ähnlich: Bis zur Stadtausfahrt gibt´s wenig zu bekritteln. Optisch weiß der Juke stark zu polarisieren, was wir ihm sehr hoch anrechnen. Was den Preis anbelangt, sind die 23.230 Euro für die von uns gefahrene Version mit 1,6-l-Benziner und Vollausstattung (TEKNA) keine überzogene Forderung.

von Christian Zacharnik, autonet.at
 
 
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