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NIKOLIC: 'OH DJAMILA! - BALKANGROOVES UND ALLTAGSARIEN'

Autor: BerLi-Press | Erstellt am: 30.10.2009 | Gelesen: 1909
Kategorie: Musik - Kino & Entertainment | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Nikolic im Heimathafen in Neukölln im Saalbau

Oh Djamila
Oh Djamila
Im Heimathafen Neukölln im Saalbau ist in seinem ersten abendfüllenden Soloprogramm Alexander Nikolic, die „goldene Stimme aus Kreuzberg", zu bewundern. Klassikliebhaber und Balkangroover sind begeistert, wenn der junge Tenor klassische Melodien mit Hip-Hop und eigenen skurril-lustigen deutschen Texten kombiniert.

In seinem Programm "Oh Djamila! - Balkangrooves und Alltagsarien" reichen sich klassische Musik und orientalische Klänge die Hand. Der montenegrinische Tenor kombiniert Operette, Blues, unterschiedliche Volksmusik und Songs im Liedermacherstiel mit modernen oft exotischen Klängen. Im Liebesliedzyklus kann der Zuschauer die romantische Ader des Künstlers mit der schönen Stimme erleben.

Im weißen Anzug mit Schiebermütze und Tiger-T-Shirt präsentiert der Sänger launige, gefühlvolle, aber auch intelligente Texte aus dem Alltag wie „Besser wenn man seine Klappe hält, dann kriegt man Selbige nicht entstellt!" oder „Das Wetter in Deutschland ist kalt, ich komme vom Rechtsanwalt". Nikolic besingt „knusprig und heiß" den Balkangrill am Kottbusser Tor, Liebesaffären in Fitnessstudios und das antifaschistische Frauenkollektiv. Seine Lieder sind aber immer irgendwie auch Liebeslieder auf seinen Bezirk Kreuzberg. So präsentiert Nikolic mit der Stimme eines Opernsängers seine offizielle Nationalhymne der Republik Kreuzberg.

Der sympathische Künstler erzählt unterhaltsam von Erfahrungen in Berlin und spielt mit dem Publikum den „Gesangstest im Einbürgerungsverfahren" durch und philosophiert dabei über den gemeinsamen Wortstamm von „Stimme" und „Stimmung". Die Zwischentexte und Übergänge wirken anfangs manchmal ein wenig linkisch und unvermittelt. Nach der Pause verwandelt sich dann der Künstler in den „normalen Jeansträger von der Straße" und steigert noch mal deutlich seine Klasse. Dann ist auch die verständliche Aufregung bei Nikolic, am Abend nach der Premiere, ist wie weggeblasen.

Diese unterhaltsame Art der Präsentation von Nikolic hat man so authentisch in diesem klassischen Sound mit balkanisch angehauchten Melodien noch nicht gehört. Der „Kreuzberger mit Laib und Seele" widmet seinem Kiez seine Texte und seine Stimme. Das Publikum ist begeistert, entspannt und klatscht gerne mit. Die Beine der Zuschauer können bei dieser Musik nicht still bleiben und wippen im Takt.

Ein gelungener runder Liederabend der besonderen Art!
Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de
Der Link zum Künstler: nikolic-berlin.de
Eintritt: 12-16 Euro

Spielort: Heimathafen Neukölln im Saalbau (dort im Saal), Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße

Weitere Aufführungstermine:
Freitag, 30. Oktober > 20:00 Uhr
Samstag, 31. Oktober > 20:00 Uhr
Mittwoch, 04. November > 20:00 Uhr
Donnerstag, 05. November > 20:00 Uhr
Freitag, 06. November > 20:00 Uhr
Samstag, 07. November > 20:00 Uhr
Sonntag, 08. November > 20:00 Uhr
Über die Spielstätte HEIMATHAFEN NEUKÖLLN im Saalbau

Der Heimathafen Neukölln hat für sein Volks-Programm einen neuen Ankerplatz gefunden: Im Saalbau wird nun endgültig der Staub vom Volkstheater gefegt und Alt-Berliner Possen und Gassenhauern ein neuer Glanz verliehen. Zugleich holt der Heimathafen mit aktuellen Stücken das heutige Neukölln auf die Bühne - aber vor allem: Die Berliner sollen ihr altes Vergnügungsviertel Rixdorf wieder bekommen, und sich hier richtig amüsieren!

Volkstheater ist einfach, direkt und für jeden zugänglich. Und das möchte der Heimathafen Neukölln in Anlehnung an die alten Stücke auch heute fortführen. Mit neuen Inszenierungen von Alt-Berliner Stücken soll an die Vergangenheit des Saalbaus im berüchtigten Vergnügungsviertel Rixdorf angeknüpft werden. Mit Arbeiten von Neuköllner und Berliner Autoren von heute setzt sich der Heimathafen Neukölln gleichzeitig mit den aktuellen Themen des Bezirks auseinander.

Aber zum Volkstheater gehörte schon in den 20er Jahren noch mehr: Kabarett, Musik und natürlich: Tanz. In der Karl-Marx-Straße haben von jetzt an unterschiedliche kulturelle Aktivitäten unter einem Dach Platz. Da ist für jeden was dabei: Neben Eigenproduktionen im Schauspiel und Musiktheater sowie ausgewählten Gastspielen gibt es Konzerte, die samstägliche BallhausDISKO, Lesungen, den größten Neuköllner Dichterwettstreit „Saalslam", die Open Stage „Avanti Dilettanti", einen Theaterjugendclub und mehr. www.heimathafen-neukoelln.de
 
 
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