Wenn ich Frauen bitte, sich vor einen großen Spiegel zu stellen, im Evakostüm – also nackt, wie Gott sie schuf, sich eingehend zu betrachten und dann zehn Positivmerkmale zu nennen, passiert Folgendes. Sie runzeln die Stirn, schauen sich mehr oder weniger skeptisch an, das Gehirn rattert, und dann geht es los mit der Liste:
1. Meine Oberschenkel sind zu dick.
2. Meine Hüften zu breit.
3. Ich habe gar keine richtige Taille.
4. Am Bauch habe ich zu viel Fett.
5. Mein Busen hat mir noch nie gefallen.
6. Mein Hals ist zu kurz.
7. Meine Haare sind eine Katastrophe.
8. Meine Waden sind zu rund.
9. Ich bin zu klein.
10. Meine Nase ist viel zu groß.
Zehn Punkte, und kein einziger davon ist positiv. Kein einziges Mal kam über die Lippen: „Ich finde mich gut. Ich mag mich und meinen Körper. Ich liebe mich. Ich habe tolle Brüste, klasse Hüften, eine sexy Figur, eine entzückende Nase, einen sinnlichen Mund, schöne Hände, strahlend weiße Zähne ..."
Im Gegenteil, wenn Frauen diesen Satz sprechen sollen, können sie kaum in den Spiegel schauen, wiederholen gebetsmühlenartig: „Das kann ich nicht sagen." Oft kommt auch der Satz: „Ich kann mich doch nicht selbst lieben."
Warum nicht, frage ich dann. Antwort: „Das geht doch nicht." Geht
Quelle: Die Liebesdiät, Gaby-Verlag
Susan Heat Love & Life Beraterin, Buchautorin, TV-Expertin – www.susan-heat.de