a-workx M3 460cs (460PS, Club Sport)
Der oberbayerische Tuner a-workx ist bekannt für seine jahrzehntelange Erfahrung im Motorsport. Ob FIA GT Weltmeisterschaft, Porsche Carrera Cup, Mini Challenge oder aktuell ADAC GT Masters, stets sammelte die Weßlinger Truppe um Chef Niko Wieth wertvolle Erfahrungen, die beim Aufbau eines Kundenfahrzeuges den Unterschied zum Rest der Branche machen. Genauer gesagt ist es das fundierte Know-how in Sachen Fahrwerkstechnik und Gesamtabstimmung, welches hier in Europa höchstens eine Handvoll Spezialisten aufweisen können. a-workx befasst sich hauptsächlich mit Porsche und BMW M Fahrzeugen, man hatte schon kurz nach der Einführung des BMW M3 E92 ein leicht optimiertes Fahrzeug vorgestellt, welches es damals zu schlagen galt. Die Rundenzeit des a-workx M3 konnte nicht einmal der 130.000,-€ teure M3 GTS unterbieten.
Nun hat sich Niko Wieth nochmals umfassender mit dem M3 Coupé beschäftigt. Die Intention war es, ein Fahrzeug für Kenner zu entwickeln, die einen M3 auf GTS Niveau haben möchten, vielleicht auch etwas mehr. Das Konzept basiert auf drei Bausteinen: Die intelligente Reduzierung des Gewichts, speziell an ungefederten und rotierenden Massen, eine moderate, zum Gesamtkonzept des Fahrzeuges passende und nicht übertriebene Leistungssteigerung, sowie ein perfekt ausbalanciertes und abgestimmtes Fahrwerk.
Aus diesen Gründen kommen beim „M3 460 cs“ nur exklusivste Komponenten zum Einsatz, die ausgiebig auf verschiedensten Rennstrecken und auf der Straße im Alltagsverkehr ausgetestet wurden.
Zu den Details des Fahrzeugs:a-workx setzt bei der Erhöhung der Bremsperformance auf eine MOV`IT-CER Keramikbremsanlage um der höheren Performance des Fahrzeugs gerecht zu werden. Das besondere dabei ist die gleichzeitige Reduzierung rotierender Massen an den Bremsscheiben. Diese ultraleichten, aus den High Tech-Werkstoffen Keramik und Carbon gefertigten 2-teiligen Discs, ermöglichen die Einsparung von 12kg rotierender und ungefederter Masse. Und dies sogar bei deutlich größerer Dimensionierung (Ø380x40 mm vorne, Ø380x32 mm hinten). Mit der Kombination von Monoblock-Festsätteln (6-Kolben an der VA; 4-Kolben an der HA), sowie Stahlflex-Bremsleitungen und spezieller Rennbremsflüssigkeit mit erhöhtem Siedepunkt, würde diese Bremsanlage durchaus auch im Rennbetrieb nicht überfordert sein.
Um der konzeptbedingt ungünstigen, da kopflastigen Gewichtsverteilung des M3 in Kombination mit der durch den Heckantrieb resultierenden Traktionsproblematik Sorge zu tragen, hat a-workx zusammen mit dem Fahrwerksspezialisten KW ein Fahrwerk für den M3 entwickelt, welches ganz speziell auf die Besonderheiten dieses Fahrzeuges abgestimmt wurde. Hierzu war wochenlange Testarbeit mit Profi-Rennfahrern und Fahrwerksingenieuren notwendig, bis Niko Wieth letztendlich mit dem Resultat zufrieden war. Das Zusammenspiel von Fahrhöhe, die Gewichtsverteilung über alle vier Räder (Radlasten), Spur- und Sturzwerte, die korrekte Feder- und Dämpferrate sowie die genaue Einstellung von Zug- und Druckstufe ist letztendlich verantwortlich um den maximalen Bodenkontakt der Reifen und somit die optimale Traktion und bestmöglichen Grip zu erreichen.
Man kann sich gut vorstellen, dass eine derart feinfühlige Abstimmung des Fahrwerkes durch die Montage schwerer Räder schnell wieder zunichte gemacht werden kann. Deshalb werden am M3 460 cs die rekordverdächtig leichten 19“ ATS Superlight mit einem Gewicht von 7,9 kg (Serienfelge 10,2) montiert.
Natürlich bleibt auch die Leistung nicht unangetastet. Herzstück der Leistungssteigerung ist eine Akrapovic-Evolution Abgasanlage mit Spezial-Katalysatoren. Diese ist aus hochfestem und superleichtem Titan gefertigt, was sich mit einer Gewichtsreduzierung um 25 kg äußerst positiv auf die Gewichtsbilanz auswirkt. Ferner wurden Spezial-Nockenwellen verbaut, die Ansaugluftführung mit Carbon-Airbox und Sportluftfilter verbessert sowie die Motorelektronik auf die geänderten Parameter abgestimmt.
Was dabei herauskommt ist schlichtweg sensationell: Der M3 460 cs verfügt nun über ein Leistungsplus von 40 PS und ein Drehmoment von 460 Nm (Serie 400 Nm) hängt so direkt am Gas als wäre das Nervensystem des Fahrers direkt mit der Drosselklappe verbunden. Der Motor dreht völlig harmonisch bis 8.500 U/min., bevor die Schaltlampen zum Zug an der Schaltwippe ermahnen. Die Gewichtsreduzierung um mehr als 70 kg in Verbindung mit der Leistungssteigerung lassen den M3 460 cs in 4,1 s von 0-100 und in 13,2s von 0-200 sprinten (Serie 15,7 s).
Das Beste kommt aber noch: Erst auf kurvigem Geläuf bemerkt man die wahren Qualitäten des verschärften 3ers. Er lenkt zackig ein, hechelt geradezu nach der nächsten Kurve und zirkelt begeisternd und völlig neutral um jede Art von Biegung. Man spürt förmlich wie perfekt Fahrwerk und die exzellenten Michelin Pilot Sport Cup miteinander harmonieren und größtmöglichen mechanischen Grip aufbauen. Die Reduzierung der rotierenden, ungefederten Massen wirken sich hierbei positiv aus und lassen sogar die Komfortkomponente nicht zu kurz kommen. Die Keramikbremsanlage setzt dem Ganzen noch eins obendrauf. Diese beißt zu als gäbe es kein Morgen mehr. Gut dass der Pilot in den 7,4 kg leichten Recaro Pole Position Schalensitzen fest fixiert ist. Das Fahrzeug ist Emotion und Fahrspaß pur. Allein der Genuss, das Auge über die edlen Komponenten aus Titan, Aluminium, Keramik und Carbon wandern zu lassen und sich dabei sicher zu sein, nur das Beste vom Besten vor sich zu haben ist die Investition schon wert. Das Sahnehäubchen des a-workx M3 ist jedoch der Sound, den die feine Akrapovic-Evolution-Titan Abgasanlage aus dem Hochdrehzahl V8 entlockt. Dieser lässt die Nackenhaare aufstellen, während sich gleichzeitig ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Wie gesagt, Fahrspaß pur!