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Neurofeedback als Ersatz für Medikamente

Autor: webzigartig | Erstellt am: 14.06.2010 | Gelesen: 1254
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Wie eine Therapie mit Neurofeedback bei unterschiedlichen Krankheitsbildern den Einsatz von Medikamenten überflüssig machen kann.

Neurofeedback Elektroden
Neurofeedback Elektroden

Was ist Neurofeedback?

Die Entdeckung von Neurofeedback verdanken wir (harmlosen) Versuchen mit Katzen, die vor über 30 Jahren an der Universität von Kalifornien durchgeführt wurden. Seither gibt es eine ständig wachsende Gruppe von Forschern, Ingenieuren und Medizinern, die Geräte, Therapieverfahren und Software für Neurofeedback entwickelt.

Die meisten der heute etwa zehntausend Therapeuten, die sich dem Neurofeedback verschrieben haben, praktizieren in den USA, doch auch in Europa wächst die Zahl derer, die in Neurofeedback eine wirksame Methode zur Behandlung einer großen Bandbreite gesundheitlicher Störungen erkannt haben.

EEG bei Neurofeedback

Aber was genau ist Neurofeedback denn nun? Mittels einer Messung der Gehirnströme (EEG) des Patienten kann der Therapeut anhand einer umfangreichen EEG-Vergleichsdatenbank erkennen, welchen Einfluss das Gehirn auf das körperliche Wohlbefinden ausübt. Und vor allem kann der Patient nun anhand des visuellen Feedbacks mit Unterstützung durch den Therpauten lernen, seine eigenen Gehirnaktivitäten zu kontrollieren.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Schüler hat während des Unterrichts Schwierigkeiten, sich auf den Lernstoff zu konzentrieren. Während der Neurofeedback-Therapie muss er sich nun auf etwas konzentrieren, während seine Gehirnströme gemessen werden. Er erhält sofortiges visuelles und akustisches Feedback, sobald seine Aufmerksamkeit schwindet - bis zu 2000 Mal pro Sitzung. Dadurch lernt er, sein Gehirn auf längere Phasen der Aufmerksamkeit zu trainieren.

Für was ist Neurofeedback gut?

Neurofeedback kann als Therapie für eine große Bandbreite von gesundheitlichen Störungen eingesetzt werden. Deutliche Verbesserungen der Lebensqualität kann oft vor allem in den folgenden Störungen festgestellt werden: Angststörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus, Depressionen, Epilepsie, Migräne oder Schlafstörungen.

Neurofeedback bei KindernSowohl bei Kindern als auch bei Senioren wird Neurofeedback erfolgreich eingesetzt, weil es eine "sanfte" Therapie ist, nichtinvasiv und in der Regel ohne den Einsatz von Medikamenten auskommt. Tatsächlich kann im Laufe einer Neurofeedback-Therapie oft ein Teil der bisher eingesetzten Medikamente reduziert oder sogar abgesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: Was ist Neurofeedback?

Copyrigh (c) Oliver Schneider, webzigartig - Kikillus & Clemens GbR

 
 
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