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Neues Think Tank für Iran-Forschung in Berlin

Autor: diipw | Erstellt am: 11.01.2011 | Gelesen: 814
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Neue Ära des Dialogs zwischen Deutschland und Iran beginnt

Vorstand des DIIPW von links nach rechts: Prof. Dr. Udo Steinbach, Dawood Nazirizadeh und Shayan Ark
Vorstand des DIIPW von links nach rechts: Prof. Dr. Udo Steinbach, Dawood Nazirizadeh und Shayan Ark
Berlin. Am Samstag, den 8. Januar 2011 ist im Berliner Hilton Hotel am Gendarmenmarkt das „Deutsche Institut für Iranische Politik- und Wirtschaftsforschung e.V. (DIIPW)" gegründet worden. Laut Satzung ist die Aufgabe der neuen Denkfabrik die akademische und publizistische Auseinandersetzung mit der iranischen Politik, Wirtschaft und Kultur.

Zum Vorstandsvorsitzenden ist der Iran-Kenner und Experte der schiitischen Theologie Shayan Arkian gewählt worden. Bisher war Arkian als Chefredakteur des Nachrichtenportals „Irananders" und als Co-Autor verschiedener Bücher zu Iran-Themen bekannt. Der renommierte Orientalist und Nahost-Experte Prof. Dr. Udo Steinbach wurde zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt. Steinbach war nach der Leitung verschiedener Forschungsgruppen und Institute – darunter das „German Institute of Global and Area Studies" (GIGA) und das „Deutsche Orient-Institut" – zuletzt am „Centrum für Nah- und Mittelost-Studien" an der Universität Marburg tätig. Zum Direktor des DIIPW wurde der Ökonom Dawood Nazirizadeh berufen, der als Experte für iranische Wirtschaftsfragen tätig ist.

Das DIIPW ist eine publizistisch orientierte Denkfabrik, die der Öffentlichkeit ein Expertenwissen in iranischer Politik interdisziplinär zu vermitteln sucht. Der Umstand, dass Iran als Islamische Republik strukturell wie institutionell vom schiitischen Islam geprägt ist, erfordert hierfür eine umfassende Expertise über das Schiitentum. Ebenso ist für die öffentliche Diskussion und Meinungsbildung ein kultureller und politischer Austausch mit iranischen Akteuren aller Couleur notwendig. „Der für die demokratische Partizipation in Deutschland notwendige unabhängige Meinungsbildungsprozess wird durch die Bereitstellung einer objektiven, überparteilichen und von externen Interessen unabhängigen Informationsgrundlage vom DIIPW gefördert", so Direktor Nazirizadeh. Es müsse „im Hinblick auf Iran die Tür für einen profunden akademischen und politisch-kulturellen" Dialog geöffnet werden.

Das „Deutsche Institut für Iranische Politik- und Wirtschaftswissenschaften" besteht aus einem akademischen und einem journalistischen Flügel und will mit einer aktiven Aufklärungsarbeit eine authentische Darstellung Irans in der breiten Öffentlichkeit fördern. Geplant sind die Publikation wissenschaftlicher und akademischer Arbeiten, journalistischer Artikel, von Kommentaren, Analysen, Interviews und die Veranstaltung von Diskussionsrunden. Ziel ist eine objektive Darstellung Irans in Medien und Wissenschaft, um eine realistische Informationsgrundlage für einen Umgang mit Iran zu gewährleisten. Dafür sieht es das Konzept des Instituts auch vor, ggf. Beschwerden bei Presse- und Rundfunkrat einzulegen, Leserbriefe und Gegendarstellungen zu verfassen und aktiv sowie passiv an Veranstaltungen über Irans Politik und Wirtschaft teilzunehmen und somit den öffentlichen Diskurs mit zu bereichern.
 
 
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