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Neues Mietrecht in Spanien sorgt für mehr Flexibilität

Autor: Abora | Erstellt am: 14.07.2013 | Gelesen: 670
Kategorie: Immobilien & Makler | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die spanische Regierung will den lahmenden Mietmarkt in Schwung bringen.

Verträumte Finca in idyllischer Lage
Verträumte Finca in idyllischer Lage
Nicht wenige deutsche Urlauber, die ihre kostbarste Zeit des Jahres in Spanien verbracht haben, tragen sich mit dem Gedanken, dort eine Ferienimmobilie dauerhaft anzumieten. Andere planen gar ganz nach Spanien umzuziehen und dort zunächst eine Wohnung oder ein Haus anzumieten, um so in Ruhe vor Ort eine geeignete Immobilie zum späteren Kauf  auszuwählen.

In Spanien stehen wegen der Immobilienkrise gegenwärtig viele Häuser und Wohnungen leer. Die spanische Regierung will den lahmenden Mietmarkt in Schwung bringen. Anfang Juni 2013 ist daher das modifizierte spanische Mietgesetz mit zahlreichen Neuerungen in Kraft getreten.

Das bis­herige Mietrecht sah einen sehr hohen Mieterschutz vor. Die neu beschlossenen Regeln zielen jetzt in erster Linie auf private Eigentümer leer stehender Wohnungen ab. Sie sollen für die Langzeitvermietung motiviert werden.

Nach den neuen Vorgaben können sich die Parteien über die Mietdauer frei einigen. Liegt diese jedoch unter 3 Jahren, verlängert sich der Mietvertrag in aller Regel um Jahresfrist bis zu einer Dauer von drei, maximal 4 Jahren. Der Mieter kann unter Beachtung der vereinbarten Kündigungsfrist (mindestens 30 Tage) und nach Ablauf von 6 Monaten, jederzeit den Vertrag beenden. Der Vermieter ist seinerseits nicht an die Mindestlaufzeit von 3 Jahren gebunden, wenn er dem Mieter den Eigenbedarf für sich oder Verwandte ersten Grades mit einer Frist von mindestens 2 Monaten anmeldet und mindestens ein Jahr seit Vertragsschluss vergangen ist.

Der Mietpreis kann zwischen den Parteien frei ausgehandelt werden. Mieterhöhungen können zwischen den Parteien ebenfalls frei vereinbart werden und sie sind nach Ablauf eines jeden Mietjahres möglich. Sofern die Parteien allerdings keine spezielle Mieterhöhung festlegen, richtet sich die Anpassung nach dem spanischen Verbraucherpreisindex (IPC).

Kautionshinterlegungen erfolgen meist in Höhe einer oder zwei Monatsmieten. Eine Verzinsung ist nicht vorgesehen. Der Vermieter darf im Einzelfall neben der Kaution weitere zusätzliche Sicherheiten und Garantien verlangen. Die Kaution darf nicht als Mietzahlung bestimmt werden. Sie wird bei Vertragsende an den Mieter zurückgezahlt.

Steuern und Gebühren wie Müllentsorgung dürfen auf den Mieter umgelegt werden. Die Gemeinschaftskosten sind in der Regel vom Eigentümer bereits im Mietpreis mitberechnet, nur die Kosten von Versorgungsleistungen, wie Strom, Wasser, Gas usw. sind getrennt zu zahlen.

Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass das Mietobjekt in einem ordnungsgemäßen Zustand ist und er muss für den Erhalt der Bewohnbarkeit der Immobilie sorgen. Die Kosten für kleinere Reparaturen, welche die Abnutzung durch den täglichen Gebrauch der Immobilie mit sich bringt, müssen vom Mieter getragen werden.

Bisher galt der Grundsatz: „Verkauf bricht nicht Miete". Der Käufer einer vermieteten Wohnstätte musste in das Mietverhältnis eintreten und dieses gegebenenfalls bis zum Ende der gesetzlich vorgesehen Verlängerungsmöglichkeiten fortführen. Dieser Grundsatz gilt nach dem neuen Mietrecht nur noch dann, wenn das Mietverhältnis im Eigentumsregister eingetragen ist.

Für die Kündigung und Räumung bei Zahlungsverzug des Mieters genügt nach der neuen Regelung der Rückstand einer einzigen Miete. In einem mündlichen Verfahren kann eine gerichtliche Räumung bereits nach einer Frist von 10 Tagen erfolgen. Der Mieter hat bis zum letzten Augenblick die Möglichkeit, die Räumung gegen Bezahlung aller Rückstände zu verhindern.

Zum Schutz der Vermieter hat der Gesetzgeber jetzt zudem ein Register geschaffen von rechtskräftigen Urteilen wegen nicht gezahlter Mieten. So kann sich ein Vermieter vorab informieren, ob ein Mietinteressent bereits zur Räumung einer Wohnung wegen fehlender Mietzahlungen rechtskräftig verurteilt worden ist.

Von all diesen Maßnahmen wird eine Belebung des spanischen Mietmarktes erwartet, die sich auch in den Urlaubsregionen wie beispielsweise Mallorca auswirken wird.

Auf www.immobilien-vermietung-mallorca.de  findet der interessierte Leser ein breit gefächertes Angebot von Immobilien zur Langzeitmiete. Ob als Feriendomizil oder gar als dauerhafter Wohnsitz – die Auswahl reicht von Wohnungen über Häuser und Fincas bis hin zu Gewerbeimmobilien. Die erfahrenen Immobilienberater begleiten den Interessenten bei der Suche und Auswahl der richtigen Mallorca-Immobilie und bei der Vertragsabwicklung mit deutscher Übersetzung. Und auch nach Schlüsselübergabe stehen sie weiterhin als Ansprechpartner vor Ort an der Seite des Mieters.

Kontakt:
Gert Boeckel
Llucmajor/Mallorca

Tel.: (0034) 971 66 06 18
E-Mail: info@abora-immobilien-mallorca.com
www.immobilien-vermietung-mallorca.de

 
 
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