Sicherheitsanalysen selbst machen
Ungewollter Abfluss von firmeninternen Informationen, Diebstahl und Sabotage bedeuten für Firmen die Gefahr von Umsatz- und Auftragsverlusten, einen gewaltigen Imageschaden und Verlust von Entwicklungsvorsprung und Wettbewerbsfähigkeit. Für manche bedeutet es die Insolvenz. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist die Zahl der Schadensfälle hoch – und der entstandene durchschnittliche Schaden pro Fall steigt. Konzerne sind nur marginal betroffen, hier sorgen Abteilungen für Unternehmenssicherheit für das notwendige und betriebswirtschaftlich sinnvolle Schutzniveau.
Viele Unternehmen trauen sich aber nicht, einen extra Berater zu engagieren. Verständlich, da man sich von Externen nur ungern die Karten schauen lässt. Jemanden mit dem Studienabschluss BA Sicherheitsmanagement als Leiter Sicherheit einstellen? Für viele Firmen anscheinend (noch) zu teuer.
Bleibt die Weiterqualifizierung des bestehenden Managements, so dass Know-How über Bedrohungen und Schutzkonzepte im Unternehmen existiert und eingesetzt werden kann. Das Gegenstück gibt es bereits länger: mittlerweile wird das Sammeln von Informationen über Mitbewerber zum Managementelement erhoben, genannt „Competitive Intelligence". Der Aufwand, sensible Informationen zu schützen gegenüber dem Aufwand, Informationen über den Mitbewerber zur erfahren, ist da deutlich geringer. Gerade, wo gesetzliche Regelungen sowieso beachtet werden müssen (z.B. KonTraG, BDSG). Absolut wichtig ist, die Naivität vieler Mitarbeiter aufzubrechen und Ihnen die Gefahren und Vorgehensweisen aufzuzeigen. Eine Handvoll klarer Regeln gepaart mit freundlichem Misstrauen steigert das Schutzniveau in kleinen Betrieben immens.
Inhalte des Lehrgangs sind neben den Grundlagen des Sicherheitsmanagements eine intensive Auseinandersetzung mit den Bedrohungsformen wie Spionage, Sabotage, Social Engineering, Produktkontamination, Terrorismus.
Mitarbeiterkriminalität, Rechtliche Rahmenbedingungen, Grundlagen von IT-Sicherheit, Personalprüfung, und Basics des Qualitätsmanagements bilden zusammen mit Grundlagen der baulichen Sicherung und Methoden der Sicherheitsanalyse das Handwerkszeug für die Erstellung und Umsetzung von Sicherheitskonzepten. Zuletzt runden Informationen zu Sicherheitskultur und Führungslehre, Risiko- und Krisenmanagement und Reisesicherheit die Onlineweiterbildung ab, welche mit einem Präsenztag und einer schriftlichen Prüfung endet. An diesem Präsenztag werden die erarbeiteten Sicherheitskonzepte diskutiert. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Weiterbildungsprogramm Sicherheitsmanagement ist der Nachweis einer akademischen Bildung oder einer Meisterprüfung mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.sicherheitscoach.de .
Stephan Moers