Die Mediation rückt auch weiter in den Fokus von Konfliktparteien im Wirtschaftsleben, als ein Verfahren der außergerichtlichen Streitbeilegung. Dies zeigt sich auch durch die Aktivitäten der Europäischen Union. Gemäß der Bekanntgabe der Europäische Kommission hat diese einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Förderung der Anwendung der Mediation durch Bürger und Wirtschaftsteilnehmer für alle Streitsachen im Bereich des Zivil- und Handelsrechts angenommen. Der Vorschlag wird einen vorhersehbaren und klaren rechtlichen Rahmen bieten, zugleich jedoch die Flexibilität und den informellen Charakter des Mediationsverfahrens wahren. Er stellt darauf ab, den Zugang zum Recht zu verbessern. Dieser Vorschlag ist Teil der Maßnahmen zur Verwirklichung der Union als Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts.
Die vorgeschlagene Richtlinie trägt auf zwei Arten zu einem besseren Zugang zum Recht bei: Erstens sind gemeinsame Mindestnormen in der Gemeinschaft über bestimmte wesentliche Aspekte des Zivilverfahrens wie die Aussetzung von Verjährungsfristen, die Vertraulichkeit und die Vollstreckung von Vereinbarungen über die Streitschlichtung vorgesehen, um ein geeignetes Verhältnis zwischen der Mediation und Gerichtsverfahren sicherzustellen. Zweitens wird den Gerichten der Mitgliedstaaten die Möglichkeit gegeben, die Anwendung der Mediation aktiv zu fördern, ohne dass diese jedoch zwingend oder bestimmten Bedingungen unterworfen wird.
Auf dem Jahrestreffen des AKM e.V. (Arbeitskreis Kritischer Mediatoren) im Oberlandesgericht Dresden, unter Beteiligung vieler Richter und Rechtsanwälte, wurde die Idee geboren einen Masterstudiengang Mediation und Konfliktmanagement anzuregen.Diese Idee wurde von den cumverbis- Geschäftsführern Michael Sadlo und Wolfgang Brune aufgenommen und Gespräche mit der Dresden International University geführt. Die Vertreter der University unter Leitung des Präsidenten, Prof. Dr. Mehlhorn, zeigten sich diesem Vorhaben gegenüber sehr aufgeschlossen. Es wurde verabredet einen Masterstudiengang zu initiieren, der ab dem Spätherbst 2009 angeboten wird.
Der neue Masterstudiengang " Mediation und Konfliktmanagement" der Dresden International University (DIU) greift das Phänomen Konflikt ebenso analytisch wie praxisbezogen auf. Er bietet den Erwerb von umfassenden Kompetenzen und Fähigkeiten in dem Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung. Bei diesem Studiengang legt die DIU besonderen Wert auf das Gleichgewicht zwischen akademischer Ausbildung und praktischer Anwendung. Der 2-jährige Studiengang führt zum akademischen Grad " Master of Arts".
In einem Workshop am Sonnabend den 27. Juni, werden Einblicke in das Studienprogramm gegeben. Hier können Interessenten hautnah erleben, welche Fertigkeiten sie in dem Studiengang erwerben. An diesem Workshop werden die wissenschaftliche Leiterin, Frau Prof. Dr. Gabriele Nette sowie die Mediatoren Rechtsanwalt Michael Sadlo und Wirtschaftsmediator Wolfgang Brune, beide von der cumverbis GmbH, als Referenten teilnehmen und Einblick in die Inhalte und den praktischen Ablauf des Studiums geben.
Anmeldung / Information : www.dresden-international-university.com oder www.cumverbis.com
Peter Münnich