Der neue Ex-pz Controller von Quintex
Das Prinzip der Überdruckkapselung beruht darauf, dass mit einem ersten Spülvorgang, das unter Umständen zündfähige Gasgemisch der umgebenden Atmosphäre aus einem Gehäuse entfernt wird. Nach Ablauf der Spülphase wird nur soviel Druckluft nachgeführt, dass die Undichtigkeiten des Gehäuses und der eventuellen Einbauten im Schaltschrank ausgeglichen werden. Während der Spülphase wird ein Innendruck von ca. 10-12mbar und im Betriebszustand von 2,5–3mbar aufgebaut.
Wichtig ist aber auch, dass die Temperatur an die umgebende Explosionsschutzzone den maximal zulässigen Wert nicht überschreitet. Dies gilt auch bei der Zone 2, in der gelegentlich explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann. Hier geht der Ex-pz Controller der Firma Quintex einen völlig neuen Weg. Die an einzelnen Bauteilen im Inneren des Schaltschrankes eventuell auftretenden Heißpunkte werden über Temperatursensoren überwacht und bei Bedarf sicher abgeschaltet. Dies gewährleistet, dass keine unzulässige Oberflächentemperatur auftreten kann.
Quintex stellt zur Temperaturüberwachung 3 Temperatursensoren mit freiprogrammierbaren Temperaturen am Controller zur Verfügung. Es können 3 Temperaturschwellwerte festgelegt werden die unterschiedlich reagieren, um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Systems zu gewährleisten; Temperaturschaltwert 1 aktiviert die Durchspülung, Temperaturschaltwert 2 aktiviert die Alarmierung, Temperaturschaltwert 3 schaltet sicher ab. Sollte ein Fühlerbruch vorliegen, so wird dies mit einer Kontrolllampe signalisiert.
Mit der zusätzlich eingeführten Temperaturüberwachung wird die Betrachtung der Verlustleistung als indirekte Wärmequelle nun in exaktere Betrachtung der tatsächlichen Gegebenheiten überführt. Die Heißpunkte sind nun direkt überwachbar; damit ist sowohl der Umgang mit Ex-p leichter, als auch die Verfügbarkeit der Anlage höher, da immer sofort gegen die Erhöhung der Temperatur durch Kühlen mit Luft entgegen gewirkt wird.
Gisbert Schmahl
Quintex GmbH