Ausdauerdiagnostik
Seit über 50 Jahren gilt die sogenannte "Spiroergometrie" als Goldstandard bei der Bestimmung ausgewählter Stoffwechselgrößen in Verbindung mit der Ausdauerleistungsfähigkeit. Aufgrund des immensen apparativen Aufwandes und dem Vorhandensein einer oftmals sehr als unangenehm empfundenen Atemmaske waren spiroergometrische Belastungsuntersuchungen bisher vornehmlich Hochschulen und stationären Leistungsdiagnostik-Centern sowie Spitzensportlern vorbehalten gewesen. Seit Mitte Juli 2010 bietet nun medicalsportconsulting mit dem "Aeroscan" der Fa. ACEOS (Fürth) diese im Vergleich zur Laktatdiagnostik unblutige und aussagekräftigste Methode der Ausdauerdiagnostik allen interessierten Sportvereinen und Privatpersonen mobil vor Ort an.
Sowohl Leistungssportler als auch immer mehr leistungsambitionierte Hobbysportler sind vermehrt an einer objektiven Bestimmung Ihres Ausdauerleistungsvermögens interessiert. Die sogenannte spiroergometrische Belastungsuntersuchung (Atemgasanalyse) wird in diesem Zusammenhang in der Sportmedizin seit mehr als 50 Jahren als Goldstandard in der Ausdauerdiagnostik bezeichnet, an dem sich alle anderen Diagnoseverfahren, wie z.B. auch die Laktatdiagnostik, messen und auf ihre Gültigkeit hin einschätzen lassen müssen. Aufgrund des hohen apparativen Aufwandes und den damit verbundenen hohen Anschaffungskosten sind Atemgasanalysen bisher vornehmlich universitären Einrichtungen sowie dem Spitzensport vorbehalten gewesen.
Seit Mitte Juli 2010 bietet nun
medicalsportconsulting unter Leitung von Dr. Frank Frebel den innovativen "Aeroscan" der Firma ACEOS allen interessierten Sportvereinen, Fitness-Einrichtungen und Privatpersonen an, um auch mobil vor Ort in den Genuss einer sportmedizinisch aussagekräftigen Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung zu gelangen. Beim Aeroscan wird anstelle der oftmals als sehr unangenehm empfundenen Gesichtsmaske ein Mundstück mit Nasenklammer benutzt, welches einen deutlich größeren Tragekomfort und einen geringeren Rückwirkungsgrad auf das Messergebnis hat.
Die Analyse der Atemgase Sauerstoff und Kohlendioxid unter Belastung ermöglicht hierbei folgende Aussagen:
- Ermittlung der maximalen Sauerstoffaufnahme als sogenanntes "Bruttokriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit" (VO2 max)
- Bestimmung der aeroben und anaeroben Schwelle als Schlüsselstellen im Ausdauerstoffwechsel
- Ableitung optimaler Trainingsbereiche mit Empfehlungen für Herzfrequenz, Wattstufen oder Laufgeschwindigkeiten
- Bestimmung der prozentualen und absoluten Inanspruchnahme der Energieträger Fette und Kohlenhydrate
- Bestimmung des Ruheumsatzes
Mittels spiroergometrischer Leistungsdiagnostik können somit Leistungszustände objektiviert, das Training optimiert und Aussagen über die individuellen Stoffwechselcharakteristika getroffen werden.
| Herzfrequenz-messung | Laktat- messung | Spiro- ergometrie |
Bestimmung von Atmungs-, Kreislauf- und Stoffwechselparametern | K | K, St | A, K, St |
Aussagekraft der Trainingsempfehlungen | + | ++ | +++ |
Berücksichtigung individueller Stoffwechselbedingungen | + | ++ | +++ |
Aussagekraft bzgl. Energiestoffwechsel | - | + | +++ |
Bestimmung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels | - | - | +++ |
Unblutiges Verfahren | ja | nein | ja |
Belastungsdauer für Schwellenbestimmung | - | ca. 20-30 min | ca. 10-20 min |
Die nebenstehende Tabelle zeigt einen Vergleich zwischen den drei klassischen Möglichkeiten, die Ausdauerleistungsfähigkeit zu diagnostizieren.
Die ausschließliche Bestimmung der Herzfrequenz ist in diesem Zusammenhang sicherlich das einfachste, aber in seiner Aussagekraft auch das am geringsten einzuschätzende Verfahren.
Die mittlerweile auch im Hobbysport sehr häufig vorzufindende Laktatdiagnostik stellt trotz einfacher Stechhilfen immer noch ein blutiges Verfahren dar, welches zum einen aufgrund der relativ trägen Laktatkinetik Belastungsstufen von mindestens 5 min erfordert und zum anderen nur eine geringe bzw. keine Aussagekraft hinsichtlich des Energiestoffwechsels und der anteiligen Nährstoffverbrennung während der Belastung zulässt.
Bei der Spiroergometrie werden atmungs-, kreislauf- und muskelstoffwechselspezifische Leistungsmerkmale objektiv erfasst, was eine differenzierte Beschreibung des aktuellen Leistungsvermögens sowie effektive Trainingsempfehlungen erlaubt. Das Verfahren ist unblutig und aufgrund des sehr schnellen Reagierens der Atemgase auf Belastungswechsel und der damit verbundenen kurzen Belastungsdauern äußerst zeitökonomisch.
-: nicht vorhanden
+: geringe Aussagekraft
++: mittlere Aussagekraft
+++: große Aussagekraft
Dr. Frank Frebel
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