
Die
Dritte Fußball Liga, die eine Aufwertung der bisherigen Halbamateurligen mit sich bringen wird, wird ihren Startschuss in der Saison 2008/09 erleben. Neben besseren wirtschaftlichen Voraussetzungen soll den 20 teilnehmenden Teams vor allem mehr sportliches Interesse seitens der Medien und der Zuschauer entgegengebracht werden. Beispielsweise werden ab der kommenden Saison zehn Millionen Euro Fernsehgelder unter den Teams der
3.Bundesliga aufgeteilt. Hiervon ausgeschlossen sind jedoch die drei Zweitmannschaften der Profilteams.
Höhere Zuschauereinnahmen werden für die teilnehmenden Teams ebenso erwartet wie höhere Einnahmen aus Sponsorenverträgen. Dies dürfte eine allgemeine sportliche Aufwertung der neuen Liga mit sich bringen, so dass die Dritte Fußballliga sicherlich nach und nach für viele Profispieler interessant werden dürfte. Doch auch die talentierten Nachwuchsspieler vieler Vereine werden somit erste Wettkampferfahrungen auf hohem fußballerischem Niveau erleben dürfen. Eine Tatsache, die letztendlich auch dem Nationalteam zu Gute kommen dürfte.
Neben den vielen Vorteilen, die die Einführung der 3.Liga erwartungsgemäß bringen wird, gilt es für die 20 Mannschaften jedoch neben sportlichen Qualifikationen ebenso bestimmte wirtschaftliche und infrastrukturelle Voraussetzungen zu erfüllen. Im Einzelnen gehört hierzu beispielsweise ein Stadion, das mindestens 10.000 Zuschauer fassen kann, wovon mindestens 2.000 Sitzplätze angeboten werden müssen. Zum anderen müssen die Trainer der Vereine allesamt eine Fußballlehrerausbildung vorweisen. Dies war in den bisherigen Regionalligen nicht verpflichtend.
In die Zweite Liga aufsteigen werden ab der kommenden Saison die beiden Erstplatzierten der neuen Dritten Bundesliga. Der Dritte wird zwei Relegationsspiele mit dem Drittletzten der Zweiten Bundesliga austragen, um den dritten Aufsteiger in die Zweite Bundesliga zu ermitteln.
Zu den heißesten Favoriten auf den Aufstieg in die Zweite Bundesliga gehören laut Meinung vieler Experten die Teams Fortuna Düsseldorf, Dynamo Dresden, 1. FC Union Berlin und der letztjährige Absteiger der Zweiten Liga Kickers Offenbach. Doch wie eine alte Fußballweisheit besagt: Grau ist alle Theorie, wichtig ist auf dem Platz. Man darf also gespannt abwarten, wie sich die neu gegründete Liga in Deutschland etablieren wird.
Christopher Heinsius