Was ist besser, Netzwerkkabel oder WLAN?
Diese Frage lässt sich im Grunde nicht beantworten. Denn beide Lösungen, Netzwerk mit Kabel wie auch Netzwerk ohne Kabel (wireless) haben Vorteile und auch Nachteile. Nachfolgende Gegenüberstellung soll dies verdeutlichen:
Das Netzwerkkabel: Die Hauptvorteile eines Netzwerkkabels liegen in der Sicherheit, denn eine Netzwerkverbindung mittels Netzwerkkabel kann nicht abgehört werden, und in der Stabilität der Leitung. So bieten einmal installierte Netzwerkkabel eine sichere Datenübertragung und gewährleisten den reibungslosen Betrieb von Netzwerken. Die Entfernung spielt bei dem Aufbau eines Netzwerkes mit Netzwerkkabel nur eine untergeordnete Rolle, da es auf die jeweilige Länge des verwendeten Kabels ankommt wie groß die Entfernung für die Datenübertragung ist. Üblicherweise sind fertig konfektionierte Kabel sind in Längen von 0,25 bis 100m erhältlich, für Netzwerke mit größeren Entfernungen bietet sich die Verwendung von Verlegekabeln an. Deshalb sind Netzwerkkabel für große Netzwerke bei denen auch große Entfernungen überbückt werden müssen in der Regel besser geeignet als Wireless-LAN-Verbindungen. Der gravierende Nachteil eines Netzwerkkabels ist die Ortsgebundenheit des Computers. Es ist nicht möglich sich frei in einem Raum zu bewegen.
Die WLAN-Verbindung: Deren größter Vorteil ist selbstverständlich die Mobilität, welche durch die Drahtlostechnik ermöglicht wird. Gleichzeitig jedoch ist die drahtlose Verbindung auch der größte Nachteil in Hinblick auf Sicherheit (WLAN Netzwerke sind nicht 100% abhörsicher) und deren Stabilität (WLAN Netzwerke können zusammenbrechen oder die Verbindung kann bei schwachem Signal abreißen). Verbindungsabbrüche haben meist etwas mit der Entfernung und der Signalstärke zu tun. Bei einem normalen WLAN-Router beträgt die maximale Entfernung ca. 50 Meter bis 100 Meter. Es kommt jedoch auch auf den jeweiligen Router an. Zusätzlich gibt es Zubehör, sogenannte Bridges, mit denen man die Entfernung vergrößern kann.
Was die Kosten anbelangt, so sind Netzwerkkabel weit günstiger, da viele handelsübliche Computer über eine Netzwerkkarte verfügen. Möchte man ein Wireless-LAN Netzwerk aufbauen so benötigt jeder Computer eine WLAN Karte. Ist diese nicht integriert so muss man diese teuer zukaufen.
Der Installationsaufwand ist bei einem Netzwerk mit Netzwerkkabeln meist nicht so hoch wie bei einem WLAN Netzwerk. Es ist nur einmal der DSL-Router zu programmieren (und zwar auf die Einstellungen des Internetproviders) und dann braucht man nur noch die Rechner mittels Kabel mit dem Router zu verbinden. Bei einem WLAN Netzwerk muss man jeden Rechner in das Netzwerk einklinken, indem man die Verbindung mit dem WLAN Router aufbaut und dann den Sicherheitsschlüssel eingibt. Dies stellt einen etwas höheren Aufwand dar. Zu berücksichtigen bei der Installation sind die räumlichen Verhältnisse, sind die einzelnen Netzwerk Komponenten wie PC, Router, Hub, Switch oder Server in unterschiedlichen Räumen oder Stockwerken untergebracht, so erfordert die Verlegung der Netzwerk Kabel einiges an Aufwand, in so einem Fall ist ein Wireless Netzwerk oftmals schneller installiert.
Zu empfehlen sind Netzwerke mit Netzwerkkabeln auf jeden Fall für Firmen, da dort einerseits die Datensicherheit und andererseits die Ausfallsicherheit eine große Rolle spielen. WLAN Netze hingegen sind gut geeignet für den Heimgebrauch.
Paul Klein