Bewerbung und Berufsweg
Mit einer zielgruppenspezifischen Zusammenstellung von Modulen einer Personalbilanz eröffnen sich Optionen, auf ein Stellenprofil zugeschnittene Kenntnisse, Fähigkeiten und Beziehungen anzubieten, die von der Zielgruppe am dringendsten benötigt und angefordert werden.
Über eine intensive
Beschäftigung mit der eigenen Personenbilanz ergibt sich die Chance zur Feststellung von potentiellen Differenzeignungen, d.h. möglichst das am Markt anbieten zu können, was von anderen Mitbewerbern unterscheidet und abhebt. Wer ehrlich und unvoreingenommen Resümee zieht, wird meist nicht umhinkommen festzustellen, dass so manches Nebenfach aus der Schulzeit im späteren Berufs-Alltag zum alles bestimmenden Hauptfach geworden sein kann und manche früher ach so nebensächliche Kopfnote des Zeugnisses sich zum erfolgsrelevanten Bewerbungs- und Qualifikationsfaktor entwickelt hat. Ergänzt werden möge dies durch ein Bild aus der Welt des Sportes. Beispielsweise mit einem Skispringer, dessen Gesamtnote und damit Position im Wettkampf aus den harten Faktoren einer zentimetergenau ermittelten Sprungweite und den „weichen" Faktoren von individuell bewerteten Haltungen während Flug und Landung ermittelt wird. Vgl. hierzu detaillierte Ausführungen bei Becker, Jörg:
Headhunter in eigener Sache ISBN 978 3 8391 2464 2. Damit sind auch wesentliche Punkte für die marktorientierte Vorbereitung einer Bewerbung benannt:
neben den messbaren Faktoren eines Bewerbers gibt es viele andere, sogenannte „weiche" Faktoren, die für den Erfolg ausschlaggebend sein können. Die Grenzlinien zwischen beiden Faktorenqualitäten verlaufen nicht immer eindeutig. | ein „Hauptfaktor" muss diese Einordnung nicht für alle Berufs- und Bewerbungssituationen beibehalten. D.h. je nach Sachlage können „Hauptfaktoren" und „Nebenfaktoren" ihre Wertigkeitsposition auch tauschen. |
- ein Bewerbungsfaktor ist nicht schon allein deshalb wichtig, weil er gemessen werden kann. Umgekehrt ist ein Bewerbungsfaktor nicht schon deshalb weniger bedeutsam, weil über ihn keine exakten Messdaten vorliegen. Auch für die sogenannten „weichen" Faktoren gilt: sie sind weit häufiger auch nachvollziehbar quantifizierbar als üblicherweise angenommen.
- in einem zunehmend dynamischer und wettbewerbsintensiver werdenden Umfeld nimmt die relative Bedeutung der „weichen" Faktoren gegenüber den üblicherweise gemessenen harten Faktoren weiter zu.
Vgl. hierzu Becker, Jörg: Es steht eine Schule im Hanauer Land, ISBN 9783839199176.
Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)