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Naturheilverfahren - wirklich eine Alternative zur Schulmedizin?

Autor: Kilokill | Erstellt am: 10.01.2009 | Gelesen: 2218
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Viele Kranke erwarten von der Naturheilkunde Hilfe, aber meist erst dann, wenn schulmedizinische Therapien erfolglos waren. Ist die Naturheilkunde wirklich eine Alternative?

Pflanzenheilkunde
Pflanzenheilkunde
Naturheilverfahren erfreuen sich zunehmender Akzeptanz in der Bevölkerung. Ja manche glauben und das nicht zu Unrecht, dass eine frühzeitig beginnende naturheilkundliche Behandlung die Finazmisere im Gesundheitssystem beseitigen könnte. Sicher wäre hier ein Ansatzpunkt, besonders wenn man die Zahlen über die krankmachenden Nebenwirkungen der modernen Medikamente berücksichtigt.

Ist also die Naturheilkunde eine Alternative zur Schulmedizin?

Diese Frage ist nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten. Zunächst sollte man sie nicht als Alternative bezeichnen, es seidenn man begrenzt den Einsatz naturheilkundlicher Therapien zunächst auf das Anfangsstadium einer Erkrankung. Naturheilkundliche Verfahren wirken ja in der Regel als Heilreiz. Das heißt vereinfacht dargestellt, dass z.B. bei einer homöopathischen Behandlung dem körpereigenem Abwehrsystem eine Information gegeben wird, welches es in der Lage versetzt gezielt gegen gesundheitliche Störung vorzugehen.

Nun kann man der Meinung sein, dass der Begriff der gesundheitlichen Störung eher unpassend ist. Aber, in der Ganzheitsmedizin geht man davon aus, dass die Lebensenergie des Kranken aus dem Gleichgewicht geratent, also gestört ist. Als Lebenskraft hat Dr. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, die Energie bezeichnet, die stets versucht das Leben zu erhalten und Krankheiten abzuwehren. Wir nennen das modern „Abwehrsystem".

Aber ist die Naturheilkunde wirklich eine Alternative zur schulmedizinischen Behandlung?"
Prinzipiell ja. Allerdings muss man nach dem Fortschritt einer Krankheit differenzieren. Dr. Reckeweg erkannte, dass jede Krankheit in sechs Phasen abläuft. In den ersten drei Phasen ist der Körper, durch naturheilkundliche Therapien unterstützt, in der Lage die Krankheit folgenlos auszuheilen. Die weiteren drei Phasen nennt er die Organphasen. Hier entstehen Schäden an den Organen, die meistens nicht mehr gänzlich rückgängig zu machen sind. Trotzdem ist hier ebenfalls, wenn auch begrenzt, eine Heilung möglich. Wir sprechen dann von einer Defektheilung.

Nach diesem Reckewegschen Modell, wäre es demnach sinnvoll, dass Krankheiten zunächst naturheilkundlich behandelt werden sollten. Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Die meisten Patienten verstehen die Naturheilkunde als letzten Versuch doch noch von ihrer Krankheit befreit zu werden. Hier sein unr die Krebserkrankung als exemplarisches Beispiel angeführt. Wir erleben in der Praxis immer wieder, dass die Patienten erst dann zu uns kommen, wenn sie von der Schulmedizun aufgegeben wurden. Jetzt erwarten sie Heilung von der Naturheilkunde. Stellt sich natürlich die Frage, warum sie nicht früher gekommen sind, als die Krankheit erst im Anfangsstadium war?

Nach der Erkenntnis von Dr. Reckeweg führen suppresive (unterdrückende) Therapien langfristig in die chronische Krankheit. Hier führt Dr. Reckeweg zahlreiche Beispiele an.

Kann die Naturheilkunde trotzdem noch bei langjährig bestehenden chronischen Krankheiten helfen?
Die Antwort ist, dass auch dann Heilungsaussichten bestehen. Dies geht aber nicht ohne Mitarbeit des Patienten. Bekannt ist ja zum Beispiel, dass Übergewicht für eine Anzahl von Krankheiten als Ursache erkannt wurde. Beispiele sind Alterszucker, Herz- Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Krankheiten des Rückens und der Gelenke. Hier muss dann der Patient mit Hilfe des Therapeuten die Ursache, z.B. das Übergewicht, beheben. Ansonsten hat auch die Naturheilkunde kaum eine Chance, eine Heilung zu erreichen und kann nur Linderung bewirken.

Siegfried Müller
 
 
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