Konzentration und Gedächtnis, Foto: Konstantin Gastmann / pixelio.de
Mangelnde Konzentration und nachlassendes Gedächtnis können eine Reihe von Ursachen haben. Nicht immer sind altersbedingte Veränderungen der Auslöser. Diese unangenehmen Störungen können ebenso durch andauernde Stressbelastung und hohen Leistungsdruck hervorgerufen werden. Gerade leistungsorientierte Personen sind daher überdurchschnittlich oft von Konzentrationsproblemen und Gedächtnisschwächen betroffen.
Überlastung als Ursache für Konzentrationsmangel
Menschen mit hoher Leistungsbereitschaft neigen dazu, sich auf Dauer zu viel abzuverlangen. Ohne den nötigen Ausgleich und ausreichende Regeneration kann es zu Überlastungserscheinungen kommen, zu denen eben auch Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis zählen. Der dauernde Abruf von Leistung verhindert eine entsprechende Erholung.
Ein sich verstärkender Teufelskreis
Häufig führen gerade Konzentrationsschwächen in einen Teufelskreis: Durch die nachlassende Konzentration und Probleme mit dem Gedächtnis steigt die Fehleranfälligkeit des Betroffene. Durch die Häufung von Fehlleistungen in einem konkurrenzbetonten Umfeld steigt der Leistungsdruck weiter, es kommt zu einer Verstärkung bestehender Probleme. Es wird zunehmend schwieriger die Situation wieder in den Griff zu bekommen.
Auswege
Um ausreichend zu regenerieren und den mentalen Fokus wieder herstellen zu können, müssen zu aller erst die relevantesten Stressfaktoren identifiziert werden. Diese sind wenigstens vorübergehend zurückzudrängen, um eine Erholung zu erreichen und weitere Maßnahmen setzten zu können. Nicht immer wird es jedoch möglich sein, diese Faktoren auf Dauer zu vermeiden. Die typische leistungsorientierte Arbeitsumgebung lässt heute eine Stressreduktion durch Vermeiden der äußeren Stressfaktoren nur sehr eingeschränkt zu. Umso wichtiger sind Maßnahmen, die Betroffene für eine verbesserte Stressverarbeitung und die Stärkung ihres mentalen Fokus selbst setzen können.
Eine der wichtigsten Maßnahmen stellt der körperliche Ausgleich dar. Die mentale Belastung durch Stress kann bis zu einem gewissen Grad durch Sport ausgeglichen werden. Besonders geeignet für den Stressabbau sind Ausdauersportarten wie Laufen und Schwimmen. Durch sportliche Aktivitäten werden nicht nur die körperliche Ausdauer und die Fitness gestärkt, sondern auch die Widerstandskraft gegen Stress verbessert. Es kommt insgesamt zu einer ausgeglicheneren Gemütslage, die gesamte Belastbarkeit wird erhöht.
Natürliche Wirkstoffe als unterstützende Maßnahme
Zusätzlich haben sich natürliche pflanzliche Präparate zur Erhöhung der Stressresistenz und zur Stärkung der Konzentration bewährt. Es existiert eine Reihe von pflanzlichen Wirkstoffen, die bei Konzentrationsstörungen und nachlassendem Gedächtnis eingesetzt werden können. Durch die konzentrationsfördernde und stresslindernde Wirkung tragen derartige Präparate dazu bei, dass der beschriebene Teufelskreis durchbrochen werden kann. Der mentale Fokus wird gestärkt, das Gedächtnis gefördert. Meist kann so bereits eine deutliche Entlastung gerade in einem leistungsorientierten Umfeld erreicht werden.
Phosphatidylserin: Phosphatidylserin ist ein Phospholipid (wie auch das bekanntere Lecithin) und wird aus Soja gewonnen. In den Zellmembranen des Körpers übernimmt Phosphatidylserin eine Reihe von Funktionen. Insbesondere spielt es eine wichtige Rolle in kognitiven Prozessen. Die konzentrationssteigernde und gedächtnisfördernde Wirkung von Phosphatidylserin ist in zahlreichen Studien belegt.
Guarana: Guarana (Paullinia cupana) ist eine Lianenart, die vor allem im Amazonasgebiet vorkommt. Die Samen der Pflanze liefern ein koffeinhaltiges Tonikum. Guarana wird gegen Ermüdungserscheinungen und gegen Konzentrationsmangel eingesetzt. Im Unterschied zu Koffein aus Kaffee wird Koffein aus Guarana nur langsam aufgenommen, die anregende Wirkung setzt deshalb angenehmer ein und hält länger an.
Ginseng: Ginseng (Panax ginseng C. A. Meyer) ist seit über 2000 Jahren eine der wichtigsten Heilpflanzen in der chinesischen Medizin. Am Markt werden roter und weißer Ginseng angeboten, diese beiden Varianten des echten Ginseng unterscheiden sich nur in der Behandlung nach der Ernte, der Wirkstoffgehalt ist ähnlich. Ginseng wird wirkungsvoll gegen Stress eingesetzt und kann die Konzentrationsfähigkeit verbessern.
OPC (Oligomere Proanthocyanidine): Diese Polyphenole werden aus roten Weintrauben gewonnen. Sie sind für die positiven Effekte von Rotwein auf das Herz-Kreislaufsystem verantwortlich. OPC können die Durchblutung nachhaltig verbessern und die Konzentration fördern. Weiters schützen oligomere Proanthocyanidine die Zellen des Körpers durch ihre anti-oxidative Wirkung vor freien Radikalen.
Praxistipp: Kombinationspräparate
Da es in der Praxis schwierig ist, täglich zahlreiche Einzelpräparate einzunehmen, haben sich
Kombinationspräparate zur Stärkung von Konzentration und Gedächtnis bewährt. Ein hochqualitatives Produkt zur Stärkung der Konzentrationsfähigkeit und zur Verbesserung des Gedächtnisses sollte zumindest Phosphatidylserin, Ginseng und OPC enthalten. In besonders hochwertigen Präparaten werden zusätzlich Vitaminmischungen und Piperin zur Optimierung der Wirksamkeit eingesetzt.
Stressbedingte Konzentrationsstörungen können also durch regenerationsfördernde Maßnahmen bekämpft werden. Eine zentrale Rolle für den Ausgleich spielt für stressbelastete Personen eine ausreichende sportliche Betätigung. Eine wertvolle
Hilfe bei Konzentrationsstörungen und Gedächtnisproblemen können jedoch auch bestimmte pflanzliche Wirkstoffe wie Phosphatidylserin, Guarana, Ginseng und OPC darstellen, da diese Mittel bereits kurzfristig eine deutliche Verbesserung der Konzentration und einen gestärkten mentalen Fokus bewirken können.
Roland Martek