Hamburg, September 2008 – Was leistet die heutige Nanotechnologie für die Gesundheitswissenschaften? Zu einer Diskussionsrunde lud gestern BAY TO BIO –Förderverein Life Science Nord e.V. in das Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN).
Experten stellten die Potenziale der Nanotechnologie für die Life Sciences vor – darunter CAN-Geschäftsführer Dr. Frank Schröder-Oeynhausen, Dipl.-Ing. Niko Bärsch vom Laser Zentrum Hannover e.V. und Dr. Jörn Borgert von der Philips Technologie GmbH.
Nanotechnologie für die Diagnostik und Therapie„Funktionale Nanopartikel spielen bei der molekularen Erkennung, also der Lösung diagnostischer und therapeutischer Fragestellungen, eine zunehmend wichtige Rolle", so Schröder-Oeynhausen in seinem Vortrag über die Nanotechnologie am CAN. „Auf der Grundlage patentgeschützter Technologien sind wir in der Lage, Nanopartikel für die molekulare Erkennung gemäß Kundenanforderungen zu entwickeln und herzustellen." Einsatz finden solche Partikelsysteme als kontrastgebendes Material in bildgebenden Diagnoseverfahren wie der Magnetresonanztomographie oder dem von der Philips Technologie GmbH neu entwickelten Verfahren des Magnetic Particle Imaging (MPI).
„Nano ist von stetig zunehmender Bedeutung für die Life Sciences", erklärte BAY TO BIO-Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Franz-Peter Marx. „Mit dieser Veranstaltung konnten wir einen inhaltlichen Bogen von der wissenschaftlichen Auftragsforschung bis zur konkreten medizinischen Anwendung spannen." BAY TO BIO ist das größte norddeutsche Netzwerk für Unternehmen aus der Biotechnologie, Medizintechnik und pharmazeutischen Industrie. Als branchenspezifisches Informations- und Kommunikationsforum bringt BAY TO BIO Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Hamburg und Schleswig-Hostein zusammen.
Innovationstour der Handelskammer zu Gast bei der CAN GmbHAm 23. September ist die Innovationstour „Forschung erforschen!" der Handelskammer Hamburg unter dem Motto „Maßgeschneiderte Oberflächen: vom Nanopartikel zur funktionalen Schicht" zu Gast bei der CAN GmbH. „Wir freuen uns sehr, Gastgeber von ‚Forschung erforschen!' sein zu können und einem interessierten Teilnehmerkreis neueste Entwicklungen der CAN GmbH vorstellen zu können", so der CAN-Geschäftsführer über die Berücksichtigung auf der Innovationstour. „Insbesondere in der Behandlung von Oberflächen bietet die Nanotechnologie eine Vielzahl innovativer Lösungsansätze für Wirtschaft und Industrie, von denen wir einige vorstellen werden." Als Public Private Partnership verbindet die CAN GmbH die Grundlagenforschung mit anwendungsorientierten Fragestellungen der Industrie. Die Innovationstour „Forschung erforschen!" öffnet Interessierten Türen zu Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, die an zukunftsträchtigen Technologien arbeiten oder innovativen Wissenstransfer verantworten.
CAN GmbH ist 2008 „Ort im Land der Ideen"Am 4. Dezember 2008 gehört die CAN GmbH zu den „Ausgewählten". Dann vertritt die Forschungseinrichtung die Hansestadt in der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen". Die CAN GmbH ist 2008 eine von 16 ausgewählten Hamburger Initiativen im „Land der Ideen" und wird sich im Dezember der Öffentlichkeit an einem Tag der offenen Tür präsentieren.
Anmeldungen für die Veranstaltungen werden gerne entgegengenommen unter Tel. 040-42838-4983 oder per E-Mail an gsm@can-hamburg.de.
Gegründet wurde das Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN GmbH) im November 2005 gemeinschaftlich von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Universität Hamburg sowie namhaften Industrieunternehmen, die sich in einem Trägerverein zusammengeschlossen haben. Durch die enge Anbindung an die Hamburger Universitäten und Forschungseinrichtungen greift die CAN GmbH auf ein regionales Netzwerk international renommierter Forscher in den Bereichen Nanowissenschaften, Nanotechnologie und Life Sciences zurück. Als Public Private Partnership erbringt die CAN GmbH Dienstleistungen für Unternehmen auf dem Gebiet der Nanopartikeltechnologie. Das Angebot der CAN GmbH richtet sich dabei nicht nur an Akteure in der Metropolregion Hamburg, sondern an interessierte Firmen weltweit. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Horst Wellervon der Universität Hamburg (Physikalische Chemie), operativer Geschäftsführer ist Dr. Frank Schröder-Oeynhausen.
Weitere Informationen zur CAN GmbH unter
www.can-hamburg.de