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Nachlassendes Hörvermögen und Demenz

Autor: Schaarschmidt | Erstellt am: 07.03.2011 | Gelesen: 557
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Zeitschrift 'Schnecke' widmet sich dem Hören im Alter

Nachlassendes Hörvermögen und Demenz - aktuelle Ausgabe der
Nachlassendes Hörvermögen und Demenz - aktuelle Ausgabe der "Schnecke" informiert (Quelle: Schnecke)
Was versteht man unter einer Altersschwerhörigkeit? Wie beeinflusst eine Schwerhörigkeit den Verlauf einer Demenzerkrankung? Und bleibt bei einem Träger von Cochlea-Implantaten (CI) eine Altersschwerhörigkeit aus? – Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Schnecke", der führenden deutschsprachigen Fachzeitschrift für das Leben mit CI und Hörgeräten. Komplettiert wird die jüngste Ausgabe der „Schnecke" durch einen umfangreichen Veranstaltungskalender, Kontaktangaben sowie durch Basisinformationen – teilweise erstmals auch in türkischer Sprache.

Schwerpunktthema der aktuellen „Schnecke" ist die Schwerhörigkeit im Alter. So beleuchten Dr. med. Michael Lerch und Mechthild Decker-Maruska Gemeinsamkeiten von Schwerhörigkeit und Demenz. – Zwar läge bei einer Schwerhörigkeit primär keine Störung der Hirnleistungsfähigkeit vor, so die Autoren. Gemeinsam sei Schwerhörigkeit und Demenz jedoch die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit, die mangelnde Kooperation, Aggression und Verweigerung, sozialen Rückzug, völlige Isolation und Suizidgedanken nach sich ziehen könnten.

Zudem treten bei etwa einem Drittel der geriatrischen Patienten eine Schwerhörigkeit und eine Demenz gemeinsam auf. Das Fatale daran: Je weniger die dementen Patienten hören, desto schneller schreitet die Krankheit voran.  Und: Die Verhaltensstörungen addieren sich dann nicht nur, sie potenzieren sich. Um einem so dramatischen Krankheitsverlauf vorzubeugen, sei eine korrekte Diagnose sehr wichtig.

Die Autoren plädieren dafür, vor der Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit den aktuellen Hörstatus zu ermitteln. Zudem sollten alle mit Patienten im Kontakt stehenden Berufsgruppen hinsichtlich der Zusammenhänge von Demenz und Schwerhörigkeit qualifiziert werden. Liegt eine Hörschädigung vor, könnten Hörgeräte oder Cochlea-Implantate auch bei Demenz eine große Hilfe sein.

Redaktioneller Hinweis:
Die Schnecke ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft DCIG (www.dcig.de) herausgegeben wird. Die Zeitschrift, die als gemeinnützige GmbH agiert, informiert ihre Leser über die Themen Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel. Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und ihre Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten. Die „Schnecke" erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von 8.000 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Illertissen; Chefredakteurin der „Schnecke" ist Hanna Hermann. 2008 startete die Redaktion in Ergänzung zur Print-Ausgabe der „Schnecke" das Informationsportal www.schnecke-online.de mit Angeboten zum Thema 'Hören & Verstehen – CI & Hörgerät'.

Pressekontakt: Martin Schaarschmidt, Tel: (030) 65 01 77 60, eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de; www.martin-schaarschmidt.de.

 
 
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