MicroMountains Applications AG: Dienstleistung an der Nahtstelle von Forschung und Industrie trifft auf spürbaren Bedarf der UnternehmenVillingen-Schwenningen, November 2008 - Die MicroMountains Applications AG mit Sitz in Villingen-Schwenningen (www.mm-applications.com) blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach Mikrosystemen hat die 2007 gegründete AG weitere Aufträge aus der Industrie akquiriert. Derzeit betreut sie rund 20 nationale und internationale Entwicklungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von mehr als 6,5 Mio. Euro. Dies haben Vorstand Dr. Thomas Link und Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Albiez vor der Presse in Villingen-Schwenningen bekannt gegeben.
Drei Vorhaben aus dem Gründungsjahr konnten bereits zu zukünftigen Produktneuheiten vorangetrieben und damit erfolgreich abgeschlossen werden. Zwei dieser Projekte führten zu Folgeaufträgen. Das Spektrum der Innovationen reicht vom Neigungssensor für Fahrzeuge und die Industriemesstechnik bis zum optischen Encoder für elektronische Baugruppen im Bereich der Schalt- und Sicherheitstechnik.
Als Dienstleister für Technologietransfer kümmert sich die MicroMountains Applications AG darum, dass mittelständische Unternehmen die Vorteile aktueller Mikrotechnologien schneller und effizienter anwenden können (Application = Anwendung). Die MicroMountains Applications AG erkundet den akuten Bedarf der Industrie an miniaturisierten System- und Produktlösungen und identifiziert das nötige Know how aus der Wissenschaft. Dazu steht der AG ein Verbund von mehr als 500 Experten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg zur Verfügung – eines der weltweit größten Kompetenznetzwerke für die Mikrosystemtechnik.
„Das neue Konzept des Technologietransfers durch Applikationszentren wird von der Industrie akzeptiert. Wir sind genau zum richtigen Zeitpunkt gestartet und stellen fest, dass wir dringend gebraucht werden", berichtet Dr. Thomas Link. Die jüngsten Auftritte auf den Messen MiNaT in Stuttgart, Electronica in München und Medica in Düsseldorf haben den Eindruck bestätigt.
Der MicroMountains Applications AG gelingt es, so Dr. Thomas Link, Lücken zwischen der Forschung und der Anwendung von Mikrotechnologien rasch zu schließen, indem man sich vor allem auf Entwicklungsaufträge von Unternehmen und damit auf den konkreten Bedarf konzentriere.
Ebenso könnten nun Prototypen und Produktideen aus Instituten viel schneller der Verwertung zugeführt werden. Dr. Thomas Link: „Wir öffnen Schleusen zwischen Wissenschaft und mittelständischer Industrie."
Von Vorteil sei, dass man in diesem spannenden Aufgabenfeld als eigenverantwortliches Unternehmen auftreten könne. „So werden wir von Seiten der Industrie ernst genommen", sagt Dr. Thomas Link. Ein weiterer Erfolgsfaktor sei das tiefe, interdisziplinäre Fachwissen des Teams der MicroMountains Applications AG. Das Personal war bereits in Forschungsinstituten sowie Unternehmen tätig und spricht somit die Sprache der Wissenschaft und der Industrie. Über die Mikrosystemtechnik hinaus werden Anwendungsfelder wie Mechatronik, Medizintechnik, Kunststoffspritzguss und einige mehr bearbeitet.
Martin Zimmermann, Geschäftsführer der Visenso GmbH, bestätigt den Nutzen der MicroMountains Applications AG. Er sagt: „Das Applikationszentrum ist wie ein Turbo für Unternehmen, die in die Mikrotechnologien einsteigen wollen." Das Stuttgarter Hightech-Unternehmen Visenso entwickelt zusammen mit der MicroMountains Applications AG hoch sensible Mikrobewegungssensoren für frei bewegliche Steuerungen, die in Virtual Reality-Labors oder Computerspielgeräten einsetzbar sind.
„Wir gewinnen durch die Kooperation mit der MicroMountains Applications AG zusätzliche Impulse und Synergien für unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten", berichtet Prof. Dr. Ulrich Mescheder, Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandte Forschung (IAF) und Leiter des Labors für Mikrotechnik an der Hochschule Furtwangen University (HFU). Das Modell des Applikationszentrums ermögliche eine besonders effiziente, schnelle und auf die Belange von Unternehmen ausgerichtete Kooperation in Entwicklungsprojekten.
Die MicroMountains Applications AG wurde Anfang 2007 im Rahmen der Technologieinitiative der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und mit Förderung durch das Bundesforschungsministerium gegründet. Im Vorfeld war bereits der Verein MicroMountains Network e.V. entstanden, der unter anderem Existenzgründer und Nachwuchskräfte fördert und die Aktiengesellschaft konzipiert hatte. Zum 1. Oktober 2007 hatte die AG mit drei Beschäftigten den Betrieb aufgenommen. 2008 ist ihr erstes volles Geschäftsjahr. 2009 beginnt die zweite Förderphase. Geplant ist, dass die AG in drei bis vier Jahren profitabel und eigenständig am Markt agiert.
Neben einheimischen Unternehmen zählen auch Firmen ausserhalb Deutschlands zur Kundschaft der MicroMountains Applications AG. Darüber hinaus konnten bereits Kontakte bis in die USA aufgebaut werden. „Trotz aller momentanen wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen sollten kleine und mittelständische Unternehmen jetzt in die Mikrosystemtechnik einsteigen", rät Thomas Albiez als Aufsichtsratsvorsitzender der MicroMountains Applications AG und Hauptgeschäftsführer der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg in diesem Zusammenhang. Mit Hilfe des Applikationszentrums könnten sich interessierte Unternehmen auf vielen Gebieten einen Wettbewerbsvorsprung erarbeiten, ohne in eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen oder in Reinraum-Produktionsanlagen investieren zu müssen. Der Trend zur Miniaturisierung werde ein erhebliches Umsatzwachstum nach sich ziehen. Aktuelle Prognosen sagen, dass das Volumen des Mikrosystemtechnikmarktes in den kommenden Jahren um bis zu 30 Prozent jährlich zunimmt.