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Nabelschnurblut: Plazentarestblut aus der Nabelschnur

Autor: onliner | Erstellt am: 08.11.2010 | Gelesen: 833
Kategorie: Babys - Kinder & Erziehung | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Nabelschnurblut enthält undifferenzierte und veränderbare Stammzellen

Abbildung: Nabelschnurblut: Lebensversicherung für unsere Kinder? © antares71 – Istockphoto.com
Abbildung: Nabelschnurblut: Lebensversicherung für unsere Kinder? © antares71 – Istockphoto.com

Plazentarestblut aus der Nabelschnur als Lebensversicherung?


Eine große Diskussion ist in der medizinischen Forschung entfacht worden. Denn Nabelschnurblut gewinnt immer mehr an Bedeutung, wenn es um die Heilung von Krankheiten geht. Jedoch wittern auch Anbieter zur Einlagerung dieses Blutes das Geschäft mit den Stammzellen und verdienen sich damit Millionen.

Was ist Plazentarestblut bzw. Nabelschnurblut?

Das Nabelschnurblut kann beim Abnabeln gewonnen werden. Die Stammzellen darin sind wertvoll, denn sie sind noch undifferenziert und veränderbar. Schon jetzt können damit Defekte des blutbildenden Systems, Leukämie und Stoffwechselkrankheiten behandelt werden. Die Stammzellen sind den embryonalen Zellen sehr ähnlich, Vorteil ist dass dieses Blut ohne moralische Bedenken gewonnen und genutzt werden kann – ohne Genexperimente. Vor allem besteht bei der Entnahme von Nabelschnurblut kein Risiko oder gar Schmerzen für Kind oder Mutter. Die Entnahme von Stammzellen aus dem Rückenmark ist ja schon lange bekannt, diese Zellen sind jedoch schon fertig entwickelt und haben damit nicht so ein großes Potential.

Das Geschäft mit dem Blut aus der Nabelschnur

Es wittern immer mehr Anbieter das Geschäft mit dem Plazentarestblut. Für ca. 2000 Euro kann das Blut eingefroren werden. Den Eltern des Ungeborenen wird in Aussicht gestellt, dass damit in Zukunft sehr wahrscheinlich Krankheiten ihrer Kinder geheilt werden können und die Stammzellen vielleicht sogar zur Herstellung von Hirn- und Herzgewebe genutzt werden können. Jedoch sind das keine festen Fakten, denn es ist weder erforscht, was alles mit den Stammzellen gezüchtet werden kann noch gibt es wissenschaftliche Erfahrungen mit dem längeren Einfrieren von Blut. Denn schließlich treten die meisten Krankheiten erst in einem höheren Lebensalter auf und inwiefern Blut über 20, 30 oder gar 40 Jahre eingefroren werden kann, ist in der Wissenschaft bisher nicht erforscht. Besser sei es das Blut an öffentliche Nabelschnurbanken zu spenden, raten Mediziner. Denn mit dieser Spende von Plazentarestblut können Leben von anderen Patienten gerettet werden.
 
 
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