Kilometer hoch rollen Wellen auf New York zu. Und kurzfristig zieht ein kalter Schauer über das Publikum als die ganze Welt in ein paar Sekunden zum Eiswürfel erstarrt.Filme wie "Day After Tomorrow" und "Independence Day" zeigen was alles möglich ist. Bei " Herr der Ringe" wurden ganze Landschaften erschaffen die tausende Touristen in Neuseeland vergeblich suchten.
Trotz dieser gewaltigen Flut an Specialeffects bleibt der WOW Effect nur kurz erhalten.
Errinnerungen an eine Musicaldarstellerin aus einer Scene in "Les Miserables" wo eine Mutter um Ihr Kind weint bleiben mit der damit Verbundenen Musik länger im Gedächtnis.
Obwohl hier keine Effekte, nur eine Darstellerin im Dunkel ohne Bühnenbild von einen einzigen Scheinwerfer beleuchtet zu sehen ist, so bleibt diese Scene lange im Gedächtnis.
Selten sieht man im Kino soviele Tränen als im Theatersaal. Beispiel ist das Musical "
Romeo und Julia" wo bei der Todesscene auch nach der "Auferstehung" der Darsteller Beklommenheit herrschte. Daran kam auch ein Leonardo de Caprio in einer modernen Kinofassung nicht heran.
Was wird passieren wenn die Möglichkeiten der Computeranimationen ausgeschöpft sind und diese sowieso zum Filmischen Alltag gehören?
Vielleicht kommen wir dann wieder zurück zur alten Kunst der Schauspielerei wo man auch ohne Lebensechte Riesenaffen auskommt und der OSKAR für die darstellung wirklich verdient ist.
Obwohl.... was wäre
Kino ohne Übertreibung, was wäre Kino wenn es das echte Leben zeigen würde! Wer würde da noch hingehen?
Vielleicht ist gerade der Unterschied zwischen Bühne und Leinwand das anziehende für beide Seiten und die Diskussion darüber somit unnotwendig.
Helmut Laussegger für
www.find4you.at