musical ist kunst
Elphapa die Hexe des Westens betritt die Bühne und das Publikum begrüßt Sie mit tosenden Beifall. Doch nicht nur die Hexe auf der Bühne auch Ihre Besucher im Theatersaal sind mit grüner Farbe und mit schwarzen wallenden Kleidern ausstaffiert.Längst hört das Erlebnis nicht am Ende einer Vorstellung auf, Internetforen, „You Tube" und Fanclubs lassen die Eindrücke weiter Flammen.
Neben "Wicked" einer Produktion vom Broadway scheint ein "Ich war noch niemals in New York" mit der Musik von Udo Jürgens eher als Vorstadtstück. Weitgefehlt, die alten Lieder Udo Jürgens verpackt in neues Gewand in eine (zwar Liebesgeschichte aber) Geschichte verwoben lässt nicht nur Oma's das Klatschen und Schunkeln lehren.
Besucherzahlen und CD Verkäufe bestätigen die Begeisterung die Lieder wie "Griechischer Wein" immer noch auslösen. Bei Kultur Experten wird das Musical zwar immer noch als Efekt - Hascherei, also eher Zirkus den wahre Bühnenkunst verschrien, was den immer zahlreicheren Premieren und Erfolgen aber keinen Abbruch tut.
Von Kitschig bis zum tödlichen Drama wird alles geboten. Wer zum Beispiel Elisabeth gesehen hat wird die Kaiserin nicht mehr leichtfertig einfach nur "Sissi" nennen und "Romeo und Julia" nicht als einschläfernd bezeichnen. Kunst ist es zu Unterhalten, ob eine Ober von Verdi, ein Actionfilm mit Bruce Willis oder ein singender König der Löwen zum Erfolg führt ist Nebensache.
Hoffen wir dass die Musical Branche weiterhin für Gänsehaut und Gesprächstoff sorgen wird damit man die Träume ohne Computeranimationen
nicht vermissen muss.
Helmut Laussegger für
www.find4you.at