Mit dem Frühling sind auch wieder die Tage der
Motorradbastler gekommen. „Nichts gegen Verschönerungen, aber das heimliche Schnellermachen kann mehr Geld kosten als das Gerät wert ist", warnt Jürgen Rohm, Sprecher des Regionalverbandes Mainfranken im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute. „
Denn durch die Manipulation erlischt die Betriebserlaubnis."
Die Versicherung kann sich dann bis zu 5000 Euro von der Unfallzahlung vom Verursacher zurückholen und die Zahlung aus der Kaskoversicherung streichen. Besonders anfällig für illegale Manipulationen sind nach Beobachtung der Versicherungskaufleute nicht nur die leistungsschwachen, sondern auch die besonders starken Maschinen. Denn wenn zunächst mit einer Drosselung - legal und in die Papiere eingetragen - die Leistung unter 98 PS (= 72 kW) sinkt, sind jährlich rund 300 Euro (bei 100 Prozent Beitrag) Versicherungsbeitrag eingespart.
Wer dies wieder rückgängig macht, setzt bis zum 30-Fachen aufs Spiel. Wer unbedingt sparen möchte, für den gibt es gescheitere Tipps. So ist die private
Unfallversicherung wesentlich billiger als eine spezielle Version für Motorradfahrer und sie gilt sogar rund um die Uhr, eben auch beim Motorradfahren. Tipp zwei: Wer mit Saisonkennzeichen fahrt, das dem Schönwetterfahrer das jährliche An- und Abmelden erspart, sollte es über mindestens sechs Monate laufen lassen (Beispiel von April bis Oktober).
Fn