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Motivationsinstrument statt Pflichttermin

Autor: KLARTEXT | Erstellt am: 10.01.2011 | Gelesen: 347
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Führungspersonal und Beschäftigte sollten Mitarbeitergespräche nicht auf die leichte Schulter nehmen

Freiburg/Düsseldorf, 10. Januar 2010 - Sie sind nicht uneingeschränkt beliebt, die Mitarbeitergespräche. Nicht bei Vorgesetzten, nicht bei den Beschäftigten. Schließlich lauert stets unterschwellig die Angst, etwas Falsches zu sagen - über den Betrieb, die Kollegen, das Arbeitsklima, die Kunden, die eigenen Entwicklungswünsche. Und hier beginnt das Missverständnis: „Das Mitarbeitergespräch, eigentlich als Motivationsinstrument in der Personalführung angelegt, verkommt schnell zu einem lästigen Pflichttermin, den man nur unbeschadet überstehen will", so die Erfahrung von Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash. „Ein Mitarbeitergespräch soll Ziele definieren und die Mitarbeiterleistung sachlich analysieren. Dann kann man mit den Ergebnissen auch weitere Verbesserungen vorantreiben", so der Personalexperte. Besonders in Zeiten größerer Veränderungen und Reorganisationen innerhalb eines Unternehmens hält der Harvey Nash Geschäftsführer Mitarbeitergespräche außerhalb festgelegter Zeitintervalle für sinnvoll, um die direkte Kommunikation zwischen Führung und Beschäftigten zu intensivieren.

Zeitmangel und Überheblichkeit auf Seiten des Vorgesetzten sind dagegen oft die Stolpersteine, die den Erfolg des Mitarbeitergesprächs behindern. Gute Vorarbeit ist daher das A und O. „Gründliche Vorbereitung ist wichtig, etwa eine halbe Stunde sollte vorab darauf verwendet werden. Führungskräfte, die durch schlechte Vorbereitung auffallen, verspielen den Respekt ihrer Mitarbeiter", berichtet dazu die Wochenzeitung DIE ZEIT. Umgekehrt gelte allerdings auch für den Arbeitnehmer, „das Gespräch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, und nicht nur mit Dank und Lob, sondern auch kritischem Feedback und Verbesserungswünschen zu rechnen. Darum gehört auch für ihn ein Rückblick auf die geleistete Arbeit und eine realistische Selbsteinschätzung zur Vorbereitung."

Weil sich Führungskräfte oft schlecht vorbereiten, verschenken sie die Möglichkeiten einer professionellen Personalführung, so die Analyse des im Haufe-Verlag erschienen Standardwerks „Mitarbeitergespräche" von Wolfgang Mentzel, Svenja Grotzfeld und Christine Haub. Um mögliche Fehler zu umgehen, befasst sich das Werk mit den Grundlagen für die Vorbereitung und Führung von effizienten Mitarbeitergesprächen. Zudem gibt das Buch konkrete Anweisungen für unterschiedliche Gesprächssituationen. Dabei werden alle Gesprächstypen beleuchtet, vom Einstellungsgespräch über das Beurteilungsgespräch bis hin zum Abgangsgespräch. Neu in der neunten Auflage ist unter anderem die Darstellung der Vorgehensweise im moderierten Teamgespräch. Mit der wachsenden Bedeutung der Teamarbeit steigt auch die Relevanz von Teambewertungen. Im Gegensatz zum geleiteten sollen im moderierten Teamgespräch durch die Moderation das Wissen und die Erfahrung der gesamten Gruppe gefördert werden.

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