Klassischer Moseskorb aus Palmenblatt
Die Geburt eines Babys ist ein großes Ereignis: nicht nur, dass sich eine Menge Besuch ankündigt, auch müssen schon im Voraus einige Vorkehrungen getroffen werden, damit sich das Kind im „neuen Zuhause" so richtig wohlfühlen kann. Neben einer Grundausstattung an Kleidung, gehört die Schlafstätte zu den wichtigsten Anschaffungen.
Hierbei geht natürlich zunächst darum dem Baby ein gemütliches Nest zu schaffen in dem es dann, durchschnittlich 16 bis 18 Stunden pro Tag verbringen wird. Neben dem „Gemütlichkeitsfaktor", spielt für viele Eltern auch das Material eine wichtige Rolle. Denn nicht selten liest und hört man in den Medien von so genannten Rückrufaktionen, bei denen Babysachen mit gesundheitsschädlichen Stoffen versehen waren, an denen viele Kinder erkrankt sind. Um so etwas zu vermeiden, stehen die Naturmaterialien momentan wieder ganz hoch im Kurs, wenn es um Möbel und Spielzeug für das Baby geht. Eine wahre „Renaissance" erlebt der Babytragekorb, der auch unter dem Namen Moseskorb bekannt ist.
Wo wir „das gute Stück" vielleicht noch aus der eigenen Kindheit kennen, war es für viele Jahre ruhig um den Korb aus Palmenblatt geworden. Dabei steht der Moseskorb in einer Tradition, die mehr als 2000 Jahre zurückliegt – wenn man der Geschichte des Alten Testaments Glauben schenkt. Denn hier wird erstmalig von einem Korb gesprochen, in den die verzweifelte Mutter ihren kleinen Sohn Moses legte, damit er dem Tod durch den Pharao entgeht. Der Korb wurde, der Geschichte nach, mit Pech ausgekleidet, damit kein Wasser hinein dringen konnte, als die Mutter den Korb, in dem der schlafende Moses lag, im Nil aussetzte. Und so sprechen wir noch heute vom Moseskorb, wenn wir einen Korb für Babys aus Naturmaterialien sehen.

Heutzutage werden einfache Tragekörbe aus Palmenblatt oder anderen weichen Naturmaterialien, aber auch Flechtkörbe, die als konstante Schlafstätte dienen, mit diesem Terminus bezeichnet. Ursprünglich handelte es sich beim Moseskorb aber um einen einfach geflochtenen Korb aus Schilf, der mit heutigen Tragekörben zu vergleichen ist. Diese sind besonders im Alltag praktische Begleiter, wenn das Baby von A nach B transportiert werden muss, und dabei nicht geweckt werden soll. Denn durch die weiche, aber dennoch reißfeste Faser des Palmenblatts, gibt der Moseskorb wunderbar nach und passt sich der körperlichen Statur der Babys an. Für ein kleines Mittagsschläfchen oder als leichte „Transporthilfe" ist der Korb aus Naturfasern ideal.
Als Bett sollte der Moseskorb aber nur dann dienen, wenn er mit einer entsprechenden Matratze versehen ist, da das Baby sonst Schäden im Rücken- und Wirbelbereich davontragen kann. Besonders beliebt ist der Korb momentan gerade wegen seiner Natürlichkeit: hier können Mütter auf die Natur vertrauen und müssen sich nicht darum sorgen, dass irgendwelche Chemikalien, Farbstoffe oder Bleichmittel der Gesundheit ihres Kindes schaden könnten. Außerdem sind Naturfasern, was viele junge Mütter gar nicht glauben wollen, äußerst robust und strapazierfähig. Eigenschaften, mit denen so manch anderer Tragekorb nicht mithalten kann. Kein Wunder also, dass die Frauen schon vor mehr als 2000 Jahren auf die Kraft der Natur vertrauten und ihre Kinder in einen (Moses-)Korb legten. Und wer eine solche Schlafstätte noch aus eigenen Kindertagen kennt, weiß sicherlich, dass diese auch noch beim zweiten und dritten Kind durch ihre Unverwüstlichkeit überzeugen.