Die chronische Darmentzündung - der Morbus Crohn
Morbus crohn ist eine
chronische Darmerkrankung, die chronisch-entzündlich ist, oft die Stelle des Übergangs eines
Dünndarms in den
Dickdarm betrifft, nennt man Morbus Crohn. Aber die Entzündungen kommen nicht nur im Darm vor, es können auch die Augen, die Haut oder Gelenke erkranken. Morbus Crohn kann durch eine Fehlregulation des eigenen Immunsystems entstehen.
Die typischen
Symptome des Morbus Crohn sind Schmerzen sowie Krämpfe im Bauch, Durchfall, hohes Fieber. Der Kranke verliert auch schnell sein Gewicht. Die Krankheit verläuft nicht immer gleich, manchmal haben die Patienten keine Beschwerden, aber später holen sie den Kranken doch wieder ein. Man kann dem Betroffenen mit mehreren Medikamenten helfen, durch ihre Wirkung können seine Schmerzen gelindert werden. Es gibt aber keine Möglichkeit, Morbus Crohn zu heilen.
Die wissenschaftlichen Errungenschaften erleichtern das Leben solcher Patienten. Man kann einige Therapien anwenden, aber es ist immer gut, wenn man früh genug Morbus Crohn erkennt. Dann kann eine Therapie auch viel bessere Ergebnisse erzielen. Aber Morbus Crohn ist eine schleichende Krankheit. Oft wird sie erst viel später festgestellt. Und das heißt, man hat die kostbare Zeit davon laufen lassen. Doch wiederum andere erkrankten Personen wissen sofort, dass mit ihnen was nicht stimmt, weil alle
Symptome von Morbus Crohn gleich am Anfang vorhanden sind. Der Arzt bestätigt dann eben diese Krankheit. Es ist wichtig, dass jeder weiß, was die mögliche
Ursache für Morbus Crohn sein könnte. Manchmal ist der Mensch einfach machtlos, er kann nichts tun, um Morbus Crohn zu verhindern, weil die Krankheit genetisch bedingt ist. Nicht selten erkranken an Morbus Crohn etliche Familienmitglieder. Es geht hier um Bakterien, die in die Darmwand eindringen. Wenn das passiert, so steht einer Entzündung nichts im Wege.
Der Darm des Menschen hat einen guten Schutz, das ist die Schleimhaut. Sie lässt keine Bakterien durch. Aber bei Personen mit Morbus Crohn ist es anders. Es kommt zur Entzündung, die auch chronisch werden kann. Wenn man bei genetischer Veranlagung nichts mehr ändern kann, ist es in anderen Fällen das eigene Verschulden des Menschen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass für die
Erkrankung an Morbus Crohn eine große Rolle auch die Umwelt spielt. Sehr schlimm wirkt sich das Rauchen auf die erkrankten Personen aus. Die Medikamente können beim Raucher nicht den positiven Effekt erreichen, den man eigentlich von einer Behandlung erwartet.
Morbus Crohn kommt bei jüngeren Menschen vor. In Deutschland zählt man etwa 120 000 Personen, die an Morbus Crohn leiden. Sie sind ungefähr zwanzig-dreißig Jahre alt. Aber auch Kinder erkranken an Morbus Crohn. Die
Krankheit Morbus Crohn hat ihren Namen nach Burril Bernard Crohn bekommen. Es ist ein Mediziner aus Amerika. Er konnte sie 1932 ausführlich beschreiben. Die Gelehrten befassen sich mit den Gründen für chronische Erkrankungen, sie möchten es genau wissen, wie es zu chronischen Darmentzündungen kommt. Es ist eine sehr wichtige Frage. Sie kann neue Therapieformen in die Wege leiten, die Schmerzen der Patienten lindern.
Heutzutage kann man für die
Morbus Crohn-Patienten viel tun. Sie dürfen auch ein normales Leben führen, es gibt neue Medikamente, die das Leben dieser Menschen erleichtern. Die Arznei kann für jeden einzelnen Kranken gut angepasst werden. Die Ärzte haben eine große Aufgabe: die Darmbarriere muss gestärkt werden und zwar so, dass die Bakterien keine Entzündungen hervorrufen können. Natürlich wird vieles auch in der Genforschung getan. Es besteht eine umfangreiche Arbeit: die Ärzte haben es mit 500 Genen zu tun, die am Morbus Crohn beteiligt werden.