Monovision Lasik - (Quelle: daria a @ aboutpixel.de)
Monovision Lasik
Unter dem Augenlaserverfahren
Monovision Lasik versteht man die Möglichkeit ab dem ca. 40. Lebensjahr das führende Auge für die Ferne und das nicht dominante Auge für die Nähe zu korrigieren bzw. einzustellen. Wie bei der Scharfstellung eines Fotoapparates. Somit sind die mit der Monovision Lasik behandelten Menschen nicht mehr auf eine Brille für den Nahbereich angewiesen.
Der Zustand bei dem das linke und das rechte Auge verschiedene Brechungsverhältnisse haben bezeichnet man als Monovision. Während ein Auge nur in die Ferne gut sehen kann, kann das andere Auge nur Objekte in der Nähe fokussieren. Dieser Zustand kann angeboren, durch eine Brille verursacht worden, oder durch einen chirurgischen Eingriff absichtlich herbeigeführt worden sein.
Damit das Ziel einer Monovision Lasik auch erreicht werden kann, ist das
einwandfreie Zusammenspiel beider Augen notwendig. Dieses kann vor dem Eingriff mit Hilfe von Kontaktlinsen simuliert werden. Ist diese erfolgreich verlaufen und wenn die Einschränkung des räumlichen Sehvermögens nicht als störend empfunden wird, kann diese Form von Augenlaser eingesetzt werden.
Vorteile: Brille für Ferne und Nähe in der Regel nicht mehr notwendig
Handy, Speisekarte, Preisschilder ohne Brille erkennbar.
Nachteile: Einschränkung des räumlich Sehens, bei längeren Autofahrten, bei Dämmerung oder dem Lesen von sehr kleinen Texten kann einer Brille manchmal erforderlich sein.
Lasik Verfahren
Die Monovision Lasik gehört zu den verschiedenen Verfahren, Fehlsichtigkeiten des menschlichen Auges zu korrigieren. Weitere oft durchgeführte Eingriffe sind:
Die herkömmliche
Lasik, bei der der Hornhautdeckel mit einem winzigen Messer, dem Mikrokeratom aufgeschnitten und hochgeklappt wird. Im Anschluss daran wird innerhalb weniger Sekunden die Hornhaut je nach Stärke der Fehlsichtigkeit modelliert und abgetragen. Dies geschieht mit dem sogenannten Excimerlaser, ein Kaltlichtlaser. Danach wird der Flap (Hornhautdeckel) wieder zugeklappt und die Wunde heilt von allein.
Die modernere Variante der Lasik ist die
Femto-Lasik Methode, auch als Intralasik definiert. Dabei wird der „Flap" nicht mit einem Messer, sondern mit einem Laser aufgeschnitten und präpariert. Dies geschieht mit Hilfe des Femtosekundenlasers, der einen sauberen und gleichmäßigen Schnitt in die Hornhaut macht. Vorteil dieser Methode ist, dass keine schnittbedingten Komplikationen mehr auftreten können und die Wundheilung besser und schneller verläuft. Dieses Verfahren ist sicherer und angenehmer für den Patienten. Eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens ist die moderne i-Lasik=individuelle Lasik. Bei dieser Technik wird das Auge zunächst gescannt und ein genaues Profil der Hornhaut gemacht. Ein sogenannter „Fingerabdruck" des Auges. Ziel ist es, die Fehlsichtigkeiten des Auges individuell je nach Person behandeln zu können. Das
i-Lasik Verfahren wird inzwischen in sehr vielen Kliniken angeboten und praktiziert. Auch bei der
Lasik in Istanbul wird die i-Lasik mehr und mehr nachgefragt.
Lasek
Neben diesen Formen der Lasikverfahren gibt es noch die
Lasek. Diese Behandlungsmethode kommt für Patienten mit sehr dünner Hornhaut in Frage. Es wird nicht wie bei der Lasik ein Flap erzeugt. Im Gegensatz dazu wird die oberste Schicht der Hornhaut (Epithel) mit Alkohol abgelöst und aufgerollt. Danach wird, wie bei den anderen Verfahren die Fehlsichtigkeit mit dem Excimerlaser beseitigt.
Vorteile dieses Verfahrens sind:
Kein Schnittrisiko und keine Unterbrechung der Blutzufuhr, da das Auge nicht angesaugt werden muss.
Nachteile:
Etwas schmerzvoller als Lasik, Wundheilung und Korrigierung des Sehvermögens dauert länger.
Mathias Weber