Monaco
Mit dem Zwergenstaat an der Côte d'Azur verbindet man sicherlich eine Menge. Glücksspiel, Glamour und steuerliche Vorteile sind einige Stichworte, die einem da in den Sinn kommen. In letzter Zeit gibt es aber noch andere Dinge, für die Monaco in Aufmerksamkeit der internationalen Medien gerückt wurde. Zum einen wäre da natürlich die Hochzeit von Fürst Albert II, aber durchaus auch relevante Entwicklungen. So will der Fürst von Monaco offenbar das Image seines kleines Landes umkrempeln und setzt dabei auf Umweltschutz.
Monaco hat lediglich insgesamt etwa 33 tausend Einwohner. Die geringe Größe des Zwergenstaates macht ihn aber dennoch zum am dichtesten besiedeltes Land der Welt. Der Exklusivität der Einwohnerschaft steht ein ausgesprochen hohen Pro-Kopf vermögen in Monaco gegenüber. Wer sich eine Wohnung in einem der zahlreichen Wolkenkratzern Monacos leisten kann, der hat auch meiste eine prunkvolle Jacht im Hafen und ein teures Auto in der Tiefgarage – wenn nicht mehrere.
Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, setzte Fürst Albert II ein Gesetz durch, dass in anderen Ländern nahezu undenkbar gewesen wäre. Der Einsatz von Elektroautos – oder zumindest Hybrid-Modellen – ist in Monaco von der Regierung vorgeschrieben. So will man die überlastete und staugeplagte Innenstadt vom drohenden Smok befreien. Auch versucht man sein internationales image dadurch aufzupolieren, dass man beginnt sich gegen das Stempel der Steueroase zu wehren. Zwar hat es Monaco damit schon von der schwarzen Liste der OECD geschafft, aber der verzicht auch Vermögens- und Einkommenssteuer macht Monaco immer noch für viele Großverdiener ausgesprochen attraktiv.
Den durchschnittlichen Touristen, der sich einen Urlaub in Monaco leisten kann, wird all das allerdings recht wenig interessieren. Dort ist das Image des Zwergenstaates nicht durch Umweltschutz und Steuervorteile geprägt. Touristen verbinden Monaco vor allem mit seinem berühmten Spielcasino am Place du Casino. Und das wird wohl auch lange Zeit so bleiben.
Lena Koch