(Das nötige Kleingeld fürs Studium - Hier gibt es Tipps! Bild: hreiss/ Pixelio.de)
Deutschland streitet sich über die Studiengebühren. Während auf der einen Seite tausende Studierende auf die Straße gehen und für eine Abschaffung der Studiengebühren protestieren, halten auf der anderen Seite die Befürworter dagegen, dass ohne einen Anteil aus dem studentischen Portemonnaie die hohen Kosten nicht gedeckt werden können. Außerdem könnten die Studierenden durch ihren Beitrag mehr Einfluss auf die Gestaltung des Studiums nehmen. Stimmt nicht, durch die Bologna-Reform ist der Studienverlauf quasi betoniert, halten die Gegner dagegen. Man darf gespannt auf den Ausgang der Diskussion sein.
Unabhängig von diesen Diskussionen hat die Bundesregierung mit dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz, besser bekannt als
BAföG, bereits seit langer Zeit eine
Unterstützung zur Studienfinanzierung auf den Markt gebracht. Da das BAföG aber meistens bei weitem nicht zur Begleichung aller Kosten ausreicht, bietet die staatliche KFW Bank jetzt auch einen zinsgünstigen Bildungskredit zur weiteren Unterstützung an. Neben den Zuschüssen durch Kindergeld, Eltern & Familie und die Annahme eines studentischen Jobs sind dies wohl die meistgenutzten
Möglichkeiten zur Studienfinanzierung. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, die bei weitem nicht jedem bekannt sind. Hier folgen deshalb ein wenig Aufklärung und zwei Beispiele für die etwas andere
Studienfinanzierung.
Studienfinanzierung mal anders:
1. Wohnen für Hilfe
Eine recht neue Möglichkeit, mit Hilfe derer Studierende ihren Geldbeutel schonen können. In Köln läuft diese Aktion seit ein paar Jahren sehr erfolgreich. Hilfsbedürftige Personen oder Senioren bieten ein Zimmer in ihrer Wohnung oder ein Appartement in ihrem Haus an und erhalten als Gegenleistung Hilfe im Alltag. Diese Hilfe reicht vom Einkauf über das Rasenmähen bis hin zum Frühjahrsputz. Die Grobformel für das Tauschverhältnis: Pro Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde Hilfe im Monat. Informationen gibt es z.B. unter wfh-koeln.de.
2. Stipendien:
Jede fünfte Institution, die gerne ein Stipendium vergeben möchte, findet keine bzw. nicht genügend Stipendiaten. Wer sich angesichts dieser Zahlen nach wie vor mit dem Satz „Ich kriege eh kein Stipendium, hatte ja kein Abitur mit 1,5" von dieser tollen Möglichkeit der Studienfinanzierung abwendet, ist selber schuld. Es gilt, sich nicht die großen Stipendiengeber wie die Studienstiftung des Deutschen Volkes oder die parteinahen Stiftungen aufzusuchen, sondern die kleinen, vielleicht nur einen bestimmten Studiengang (wie z.B. Medizin oder den
Studiengang
Eventmanagement) fördernden Stipendiengeber zu finden. Dann klappt es auch mit dem geschenkten Geld.
Neben diesen beiden vorgestellten Möglichkeiten gibt es noch zahlreiche weitere
Möglichkeiten zur Studienfinanzierung. Die Studentenwerke in den jeweiligen Unistädten helfen gerne weiter. Auch eine ausführliche Recherche im Internet kann einen auf gute Ideen bringen. Viel Erfolg!