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Mobiles Internet über UMTS wird zunehmend zur DSL-Alternative

Autor: mbado | Erstellt am: 15.01.2009 | Gelesen: 1952
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Mobiles Internet wird tauglich für den Massenmarkt und bezahlbar

Häufig war der DSL Anschluss die erste Wahl, wenn es darum ging sich mit dem Internet zu verbinden. Da es aber auch heute immer noch Städte gibt, wo kein DSL verfügbar ist oder die Gesellschaft immer mobiler wird, entwickelt sich ein Internet Anschluss über UMTS zur echten Alternative gegenüber dem klassischen DSL Anschluss. Mit UMTS erreichen Sie heute Übertragungsraten auf DSL-Niveau und sind nicht mehr an nur einen Standort gebunden.

Bereits seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gibt es Internet über DSL. Auch, wenn es sich Anfangs meist nur Firmen leisten konnten hat es seit dem Jahr 2000 immer mehr den Massenmarkt erobert und ist auch für den Ottonormalverbraucher erschwinglich geworden. Obwohl die Geschwindigkeiten in den letzten Jahren immer mehr ansteigen und heute mit ADSL2+ meist sogar Datenübertragungsraten von bis zu 16 Mbit/s erreicht werden, gibt es in Deutschland noch immer kein flächendeckendes Breitbandinternetangebot.

Doch seit der Versteigerung der ersten UMTS Lizenzen im Juli/August 2000 ist durch die Mobilfunkanbieter der Grundstein für einen mobilen, breitbandigen Internetzugang gelegt worden. Die ersten Angebote für mobiles Internet über UMTS wurden von Vodafone und T-Mobile angeboten. Da die Übertragungspreise pro Megabyte (MB) aber anfangs noch sehr hoch waren, wurde das mobile Internet hauptsächlich von Geschäftskunden genutzt. Als jedoch E-Plus am 1.09.2005 noch für damals 39,95 EUR im Monat die erste richtige mobile Internetflatrate startete, wurde das mobile Internet auch für Privatpersonen immer erschwinglicher. Hier waren jedoch anfangs nur Datenübertragungsraten von etwa 0,4 Mbit/s möglich, was etwa der Geschwindigkeit von DSL Light entspricht.

Nach dem Angebot von E-Plus zogen auch die anderen 3 Netzbetreiber Vodafone, T-Mobile und O2 nach und boten kurze Zeit später auch erste Flatrate Tarife im Mobilfunknetz an.

Von 2005 bis 2009 ist das Interesse bei Privat- und Geschäftspersonen an einem mobilen Internetzugang immer mehr gestiegen, da auch die Preise kontinuierlich gefallen sind. Heute werden in den Netzen von T-Mobile, Vodafone und O2 mit der UMTS Erweiterung "HSDPA" teilweise schon Datenübertragungsraten von bis zu 7,2 Mbit/s erreicht, was etwa der Geschwindigkeit eines modernen DSL 6 Mbit/s Anschlusses entspricht. Seit Ende 2008 hat auch E-Plus erste Test mit dem Datenturbo HSDPA gestartet und angekündigt Ihr Netz in 2009 mit dem Datenturbo nach und nach weiter auszubauen. Neben HSDPA, für den schnellen Download, haben einige Netzbetreiber auch schon den Standard HSUPA eingeführt. Bei HSUPA handelt es sich um eine Beschleunigung der Upload Geschwindigkeit auf bis zu 1,45 Mbit/s. Dieses ist besonders von Vorteil, wenn Sie große Datenmengen, wie z.B. Fotos, in das Internet hochladen wollen.

Neben den Standards UMTS und HSDPA gibt es auch noch eine Technik, welche sich EDGE nennt. Besonders diese macht mobiles Internet auch für Städte interessant, wo kein DSL vorhanden ist. Bei EDGE handelt es sich, ähnlich wie HSDPA für UMTS, um eine Erweiterung des GPRS Standards im Mobilfunk. Mit der EDGE Technik erreicht man auch in ländlichen Gebieten, wo kein UMTS vorhanden ist Datenübetragungsraten von bis zu 4-facher ISDN Geschwindigkeit, was etwa 0,2 Mbit/s entspricht. EDGE ist also besonders für Modem oder ISDN Nutzer eine echte Alternative. Gegenüber UMTS und HSDPA ist EDGE im T-Mobile Netz sogar an jedem Ort verfügbar. Die anderen 3 Netzbetreiber haben bereits einige Gebiete mit EDGE versorgt und kündigen einen weiteren Ausbau im Laufe des Jahres 2009 an.

Neben der Möglichkeit auch in ländlichen Gebieten schneller als bisher im Internet surfen zu können ist man mit UMTS & Co. auch nicht mehr an einen einzigen Standort, wie bei DSL gebunden. Das mobile Internet kann überall dort genutzt werden, wo man normalerweise auch mit seinem Handy Empfang hat. Also auch im Urlaub, im Ferienhaus oder im Wohnwagen.

Die Kosten für den mobilen Internet Zugang sind im Gegensatz zum Start im Jahr 2005 auch für jedermann erschwinglich geworden. So bekommt man Volumentarife mit 1 GB Übertragungsvolumen bereits für ca. 10 EUR pro Monat. Eine mobile UMTS Flatrate ist je nach Mobilfunknetz für etwa 20-30 EUR / Monat zu bekommen.

Um den für sich richtigen Tarif zu finden empfiehlt sich der Blick in ein Portal zum Vergleichen von UMTS Tarifen. Dann steht dem mobilen Surfvergnügen nichts mehr im Weg…

Marco Badorrek
 
 
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