Das Internet war zu Beginn des Jahrtausends meist noch auf den Computer daheim beschränkt. Mobile Angebote waren entweder nicht verfügbar oder so unsagbar langsam, dass niemand sie nutzen wollte. Mittlerweile hat sich dies jedoch geändert. Wenn Sie heute
mobiles Internet nutzen wollen, benötigen Sie dafür – neben einem passenden Gerät wie einem Handy oder Notebook – meistens nur einen UMTS-fähigen Surfstick.
Überall ins Netz
Besonders Notebooks können dank WLAN auch ohne besondere Hardware auf das Internet für unterwegs zugreifen. Universitäten und Fachhochschulen bieten meist auf dem gesamten Campus den Zugriff auf sehr schnelles,
mobiles Internet an, ohne dass dafür irgendwelche Kosten anfallen würden.
Sollte WLAN nicht zur Verfügung stehen, muss jedoch auf GPRS oder UMTS zurückgegriffen werden, um jederzeit und überall das Internet nutzen zu können. Gerade in letzter Zeit wurde das UMTS-Netz hierzulande massiv ausgebaut, sodass es mittlerweile in allen größeren und auch vielen kleineren Städten zur Verfügung stehen sollte. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt dabei normalerweise maximal 7,2 Mbit/s im Downstream, was unterwegs genug sein dürfte. Zwar teilt sich die Bandbreite zwischen den Nutzern auf, dennoch sollte meistens zumindest die Hälfte der theoretischen Maximalleistung zur Verfügung stehen.
Viele Vorteile
Mit der Einführung dieser UMTS-Sticks für die Nutzung von mobilem Internet ist auch das Anschauen von Videos oder das Herunterladen größerer Dateien kein Problem mehr, selbst dann nicht, wenn Sie beispielsweise in der U-Bahn sitzen oder sich irgendwo im Park in die Sonne gelegt haben. Der ständige Kontakt mit Ihrem Freundeskreis ist ebenfalls kein Problem mehr, wenn Sie durch die Nutzung des mobilen Internets auch unter freiem Himmel erreichbar sind.
Den Vormarsch der Datenübertragung auch unterwegs dürfte so schnell nichts aufhalten. Zu vielfältig sind die Vorteile und zu gering wiegen die Nachteile, wie die etwas höheren Kosten.
Blick in die Zukunft
Mit der Entwicklung des nächsten Mobilfunkstandards LTE (
auch als 4G bekannt) erfährt das mobile Internet einen weiteren Geschwindigkeitsschub von bis zu 100 Mbit/s. Zwar ist der Aufbau des Netzes und die Entwicklung entsprechender Geräte noch nicht abgeschlossen, einige Pilotprojekte in skandinavischen Ländern lassen jedoch bereits erkennen, welches Potenzial in der neuen Technik steckt. Der Empfang von hochauflösendem Videomaterial oder auch der Download von sehr großen Dateien ist damit kein Problem mehr.
Hierzulande werden Sie sich noch etwas gedulden müssen, denn erst ab 2011 soll es mit der flächendeckenden Verfügbarkeit von LTE soweit sein. Bis dahin werden UMTS-Weiterentwicklungen ihren Anteil am Aufstreben des mobilen Internets leisten.