Monika Walbert und Thomas Lang
Ein wesentliches Motiv vieler Menschen, persönliches Leid und Krankheit möglichst vielen ihrer Nächsten zu erzählen, ist, das Mitleid der anderen zu erwecken.
Wie das Wort schon sagt, bedeutet Mitleid, dass man „mit - leidet", man nimmt die negativen Worte des anderen in sich auf, man beschäftigt sich gedanklich mit dessen Leid und wird sich bald ebenso bedrückt und traurig fühlen wie sein Gegenüber. Man hat das Negative seines Gegenübers in sich aufgenommen und dadurch zugelassen, dass die abbauende Kraft der Negativität in der Seele wirken kann. Man kann dann in dem Moment erstmal nichts Gutes mehr von sich geben. Die Worte des Trostes, die man spricht, sind leer und kraftlos geworden. Man kann selbst nicht an das glauben, was man dem anderen sagt.
Wir können einem anderen Menschen immer nur das geben, was man selbst in sich aufgenommen hat (Würden wir immer nur das Gute in uns aufnehmen und annehmen, dann hätten wir auch immer nur das Gute in uns) so einfach ist's.
Ein Mensch kann seinem Nächsten keinen Mut und Trost zusprechen, wenn er den klagenden Worten seines Gegenübers sein Herz geöffnet hat.
Man kann den Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl am besten an dem Handeln einer Mutter erkennen, an die sich ihr Kind wendet, wenn es sich wehgetan hat. Das Kind schüttet erst einmal sein Herz aus und sagt, was weh tut. Aber dann wird die Mutter seine Gedanken liebevoll von dem Schmerz ablenken und ihm gute Worte sagen, etwas Schönes erzählen und das Kind vielleicht noch mitfühlend in den Arm nehmen. Die Mutter wird zum Kind sagen: „
Das wird schon wieder gut, glaube nur, schau, erinnerst du dich noch, was wir gestern Schönes getan haben… „
Das Kind wird sein Herz den Worten der Mutter öffnen und diese in sich aufnehmen. Seine Gedanken sind jetzt vom Negativen abgelenkt, auf Gutes, Schönes ausgerichtet. Dadurch ist es innerlich mit dem Guten verbunden, und die aufbauende, belebende Kraft guter Gedanken wird sich bald bemerkbar machen. Die Mutter behält ihre Kraft, weil sie sich gar nicht mit dem Leid aufhält und beschäftigt, sondern mit ihren Worten den Geist des Kindes mit aufbauenden Kräften verbindet.
Dieses einfache Beispiel einer Mutter macht den Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl deutlich. Wer sich und anderen helfen will, sollte seine und die Gedanken und Worte des anderen nur dem Guten zuführen und nie am Leid und an der Krankheit haften bleiben. Kein Mitleid zu haben bedeutet also nicht, dass man dem Nächsten in der Not gleichgültig gegenübersteht, sondern dass man soviel Liebe und Mitgefühl aufbringt, sich seiner anzunehmen und seinen Lebensmut und die Zuversicht zu stärken, mit anderen Worten, ihm zu helfen, sich erneut mit dem Guten und Positiven Dingen im Leben zu verbinden.
Herzlichst
Monika Walbert und Thomas Lang
Autoren des Buches: Sanftes Heilen mit Quantenenergie
www.quantenheilung-seminare.com