Martin Kiedrowski
Rechtzeitig Vorsorgen mit einer Pflegeversicherung
Die Lebenserwartung der Menschen steigt stetig und jeder wünscht sich, im hohen Alter gut versorgt zu sein. Niemand will ein Pflegefall werden, tritt jedoch der Fall der Hilfsbedürftigkeit ein, sollte man abgesichert sein.
Ein Fünftel der Bundesbürger wird in rund zwanzig Jahren auf eine Hilfe angewiesen sein, sagt das statistische Bundesamt. Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung ist derzeit ein pauschaler Betrag von 1470,-EUR pro Monat vorgesehen, damit aber auch höhere Kosten abgesichert sind, besteht die Möglichkeit zur bestehenden, gesetzlichen Pflegeversicherung zusätzlich eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.
Ganz wichtig ist, dass nicht nur die stationäre Pflege abgesichert ist, sondern auch die Pflege zu Hause. Pflegepersonal ist schwer zu kriegen und kostet eine Menge Geld. Leistungen der Pflegezusatzversicherung sollten schon ab der Pflegestufe I abrufbar sein und nicht erst bei Pflegestufe III. Kosten entstehen auch bei geringem Hilfsbedarf. Eine Erhöhung der privaten Pflegezusatzversicherung sollte jederzeit auch ohne Gesundheitsprüfung möglich sein und ohne eventuelle Risikozuschläge, die nachträglich aufgeschlagen werden.
Eine Gesundheitsprüfung bei Vertragsabschluss wird unumgänglich sein, jedoch bei späterer Erhöhung sollte das einfach und unbürokratisch vor sich gehen.
Weiter sollte die private Pflegezusatzversicherung die gleichen Pflegestufen haben, wie die gesetzliche und sobald diese den Pflegebedarf anerkannt hat, sollte auch die private Versicherung mit den Zahlungen beginnen. Bevor man eine solche Pflegezusatzversicherung abschließt, sollte man sich jedoch genau überlegen, ob man sich die Prämien auch leisten kann und ob die anderen Versicherungen wie Krankenversicherungen und Ähnliche abgedeckt sind. Aber nicht nur die Prämien, auch andere Vertragsbedingungen sollte man immer prüfen. Die Qualität des Vertrages ist besonders wichtig. Man sollte auch die Leistungen bekommen, die man mit dem Berater abspricht. Es ist natürlich auch von großer Bedeutung, wie der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss ist, ist jemand chronisch krank, kann es zu einem Zuschlag auf die Prämie kommen. Vorher genau informieren und erst abschließen, wenn alle Unklarheiten beseitigt sind.
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