Vor allem die Nachfrage und das Interesse nach alternativmedizinischen Behandlungsmethoden steigen in Deutschland stetig an. So finden Naturheilverfahren, Komplementärmedizin oder orthomolekulare Ernährungsmedizin immer mehr Anhänger.Zu alternativmedizinische Methoden gehören Behandlungen, die eine Alternative oder eine Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Behandlungsmethoden, also der Schulmedizin, darstellen.
Orthomolekulare Ernährungsmedizin
Der Chemie- und Friedensnobelpreisträger Linus Pauling gilt als Wegbereiter und Begründer der Orthomolekularen Medizin, deren Bezeichnung sich zum einen vom griechischen Wort orthós = richtig, gut; zum anderen aus dem lateinischen Wort molekular = Baustein, ableitet. Die orthomolekulare These basiert auf der Annahme, dass die Gesundheit nur dann erhalten werden kann, wenn das biochemische Gleichgewicht im Körper hergestellt ist. Dies erreiche man durch die Zufuhr hochdosierter Mikronährstoffe aus speziellen Nahrungsergänzungsmittel, die normalerweise im Körper, genauer in den Zellen, vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sein. Zu diesen Mikronährstoffen gehören Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, essenzielle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe, die der Körper nicht immer in ausreichender Menge selbst herstellen oder mit der Nahrung aufnehmen kann. Befürworter der orthomolekularen Ernährungsmedizin sprechen dieser Behandlungsform zahlreiche Erfolge in der Behandlung von Krankheiten wie Krebsleiden oder Hauterkrankungen zu. Bei der Bedarfsempfehlung für die Aufnahme von Mikronährstoffen geht es darum, Mangelzustände zu vermeiden. Diese Zufuhrempfehlungen stammen aus wissenschaftlichen Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die Orthomolekulare Medizin jedoch rät dazu, die Mikronährstoffe in sehr hohen Konzentrationen einzunehmen, die die üblichen Zufuhrempfehlungen oft um ein mehrfaches übersteigen. Grund dafür ist, dass durch die orthomolekulare Ernährungsmedizin nicht die Symptome behandelt werden, sondern die Ursachen von Krankheiten und Beschwerden.
Allerdings ist die Wirksamkeit der Methode nicht wissenschaftlich nachgewiesen und Behandlungserfolge nicht eindeutig auf diese Therapieform zurückzuführen. Weitere Informationen sowie den Ratgeber Gesundheit zu diesem Thema erhalten Sie unter
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