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Mit Lehmfarben und Lehmputz zu einem besseren Raumklima

Autor: goldrush | Erstellt am: 15.09.2009 | Gelesen: 1713
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Der Baustoff Lehm weist eine ganze Reihe positiver baubiologischer Eigenschaften auf und kann das Wohnraumklima positiv beeinflussen.

Lehmputz in verschiedenen Farben und Körnungen
Lehmputz in verschiedenen Farben und Körnungen
Die Zeiten als der Mensch noch als Jäger und Sammler durch die Wälder dieser Erde streifte sind schon lange vorbei. Wir leben mittlerweile in einer hochtechnisierten Welt und die meisten Menschen halten sich nur noch zu sehr geringen Teilen ihrer Zeit in geschlossenen Räumen auf. Umso verwunderlicher ist es, dass wir verhältnismäßig wenig unternehmen, um das Klima in den Räumen in denen wir uns aufhalten positiv zu gestalten. Besonders in Büroräumen, die nicht selten über eine Lüftungsanlage mit Frischluft versorgt werden ist die Raumluft meist zu trocken und eine gesundheitliche Beeinträchtigung auf lange Sicht nicht auszuschließen. Doch auch in unseren Wohnräumen könnte mit einfachen Mitteln eine deutliche Verbesserung des Wohnraumklimas erreicht werden.

Ein Baustoff der bei uns lange Zeit in Vergessenheit geraten war und sich durch seine besonders positiven Eigenschaften heraus sticht ist der Lehm. Lehm ist ein besonders warmer Baustoff, dessen Wärmespeicherkapazität beispielsweise beim Bau von Lehmöfen oder für Wandheizungen genutzt wird. Besonders erwähnenswert sind jedoch die feuchteregulierenden Eigenschaften des Lehms. Lehm ist in der Lage große Mengen an überschüssiger Feuchtigkeit aus Luft zu entfernen, zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Dadurch herrscht in Lehmhäusern immer eine optimale Luftfeuchtigkeit. Weitere Vorteile des Baustoffs Lehm sind sein hohes Potential zur Schadstoffabsorption und sein anti-elektrostatisches Verhalten.

Obwohl sich im Lehmbau in den letzten beiden Jahrzehnten sehr viel getan hat ist der Bau eines Lehmhauses noch immer eine deutlich größere Aufgabe, als beispielsweise der Bau eines Massiv- oder Holzhauses. Eine gute Alternative zum reinen Lehmhaus bietet allerdings die Verwendung von Lehmfarben und Lehmputzen, wie sie immer mehr Maler in ihrem Programm haben. Diese können bei entsprechender Vorbehandlung auf verschiedene Untergründe aufgetragen werden und entfalten dann ihre positiven Eigenschaften. Da die Verwendung von Lehmprodukten allerdings ein hohes Maß an können voraussetzt sollte sie vor der Beauftragung ihres Malers sich genau über dessen Zusatzqualifikationen in diesem Bereich informieren.

Autor: Markus Boos
 
 
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