MINT-Zukunft schaffen
Die Abkürzung MINT steht für die Fachgebiete:
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die gleichnamige Initiative hat zum Ziel die Popularität der genannten Fächern bei Schülern zu steigern. Es sollen mehr junge Menschen, und insbesondere Frauen, Ingenieurberufe ergreifen. Ausgegangen ist die Initiative von der deutschen Wirtschaft, die an einem Mangel qualifizierter Mitarbeiter leidet.
Bei der Umsetzung seines Vorhabens genießt MINT, das 2008 gestartet worden ist, die volle Unterstützung der Politik. Die Bundeskanzlerin hat die Schirmherrschaft übernommen.
MINT setzt sich gemeinsam mit Partnerorganisationen und mit Hilfe zahlreicher sogenannter MINT-Botschafter für seine Ziele ein. Die Aktivitäten umfassen Veranstaltungen, Publikationen und Kontakte zu Bildungseinrichtungen ein. Zwischen Wirtschaftsunternehmen und Schulen gibt es eine steigende Zahl von Kooperationen, die Schülern eine bessere Annäherung an die naturwissenschaftlichen/technischen Berufe ermöglichen soll. Dabei muss man kein großes Unternehmen sein, um Engagement zu zeigen. So führt der Autor dieses Artikels, der ebenfalls MINT-Botschafter ist, ein Kleinunternehmen in der Mathematik-Nachhilfe. Auch Einzelpersonen können sich einsetzen.
Die ehrenamtliche Tätigkeit als 'Botschafter' kann grundsätzlich jeder übernehmen. Man sollte einen eigenen beruflichen Bezug zu den Fächern haben und bereit sein die Verpflichtung einzugehen, im Laufe eines Jahres sinnvolle Aktivitäten auf die Beine zu stellen. Das können Vorträge, Projekte oder Präsentationen sein, die junge Menschen für MINT begeistern. Oder man bietet Praktikumsplätze an, die einen Bezug zu MINT haben.
Der Zielsetzung entsprechend den Frauenanteil in Naturwissenschaften und Technik zu erhöhen, ist es wünschenswert, dass möglichst viele Frauen als Botschafterinnen auftreten. Ganz entsprechend dem Motto von MINT: "Ingenieurarbeit ist heute Teamarbeit, Kommunikations-, Vernetzungs- und Teamkompetenz sind Trumpf - alles Eigenschaften, die besonders Frauen zugeschrieben werden."
Auf der Internetseite von MINT - Zukunft schaffen gibt es weitergehende Informationen und die Möglichkeit sich als Interessent bzw. als Botschafter einzutragen. Nach der Aufnahme erhält man einen 'Botschafterkoffer' mit hilfreichen Informationen, einer Anstecknadel und einem Memorystick.
Sogenannte 'MINT-Hubs' dienen der Koordinierung der ihm zugeordneten Botschafter. Sie können regional oder themenbezogen das Management der Aktivitäten steuern.
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