Künftig sollen Internet-Nutzer beim Surfen auf eine Kinderporno-Seite mit einem Stopp-Schild konfron
Berlin - "Eine zivilisierte Gesellschaft, einschließlich der Internetgemeinschaft, die
Kinderpornografie ernsthaft ächtet, darf auch im Internet nicht tolerieren, dass jeder diese Bilder und Videos vergewaltigter Kinder ungehindert anklicken kann", teilte das Ministerium am Freitag in Berlin mit. «Das Leid der Opfer ist real, nicht virtuell. Jeder Klick und jeder Download verlängert die Schändung der hilflosen Kinder».
Eine Online-Petition gegen das Gesetz zur Eindämmung von Kinderpornografie im Internet hatte am Freitag nach nur vier Tagen 50 000 Unterstützer gefunden. Damit ist die Mindestzahl der erforderlichen Unterschriften erreicht. Der Petitionsausschuss des Bundestages muss sich jetzt in einer öffentlichen Sitzung mit dem Antrag beschäftigen. Nach Angaben des Ausschusses könnte die Verhandlung zwar noch vor der Sommerpause stattfinden, wahrscheinlicher sei aber ein späterer Termin.
Die Initiatorin der Online-Petition macht sich keine Hoffnung, die geplante Sperre von
Kinderpornografie im Netz aufhalten zu können. «Ich bin realistisch genug, dass es nicht so einfach geht. Aber wir können der Politik klarmachen, dass sie nicht im Sinne des Volkes handelt», sagte Franziska Heine der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Sie hoffe, dass nun viele Bürger außerhalb des Internets aktiv würden.
(dpa)