Die UV-Strahlen der Sonne sind der natürliche Katalysator des Menschen für die körpereigene Vitamin
Ausreichend
UV-Licht auf der Haut der Menschen würde helfen, weltweit die Ausbreitung von Volkskrankheiten und deren Folgen deutlich zu reduzieren. Auf diese Weise könnten die
Gesundheitssysteme vieler Länder um
Milliarden entlastet werden.
Vitamin D, das durch UV-Licht in der Haut des Menschen synthetisiert wird, ist dabei der Faktor, der alles entscheidet. Ein internationales Forscher-Team hat für die USA, Kanada, Deutschland und jetzt auch die
Niederlande entsprechende Berechnungen vorgelegt.
Vitamin D-Mangel und Folgeerkrankungen, die sich daraus entwickeln, sind lange von der Wissenschaft unterschätzt worden. Auch die protektive Wirkung von Vitamin D gegen ein Vielzahl von Krankheiten fand jahrelang kaum Beachtung. Bisher konzentrierten sich die weltweiten Forschungen hauptsächlich auf die Folgen eines zu niedrigen Serumspiegels Vitamin D für spezielle Krankheitsbilder und die Häufigkeit ihres Auftretens.
Jetzt hat ein internationales Forscher-Team berechnet, wie sich ein ausreichend hoher Vitamin D-Spiegel im menschlichen Blut, in einzelnen Ländern auf das gesamte Gesundheitssystem auswirken würde.
In einer "konservativen" Kalkulation berechneten die Wissenschaftler für Deutschland, dass eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit dem
"Sonnenschein-Vitamin D", (dies entspricht einer Erhöhung des Vitamin D-Spiegels im Blut auf 75 nmol/l,) mindestens 18.300 Todesfälle pro Jahr verhindern könnte.
Die
Neuerkrankungen bei vielen chronischen und Volkskrankeiten in den Niederlanden könnten
um 10-50 %, die
Sterberate insgesamt
um 23% gesenkt werden, wenn die
Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D durch Sonne, Solarium oder Nahrungsergänzung auf 40–60 ng/mL gesteigert würde. Das entspricht einer täglichen Zufuhr von 2500–4000 IE (Internationale Einheiten). Das Ergebnis der Berechnungen für die Niederlande erschien jetzt online als Vorab-Veröffentlichung des internationalen Fachjournals "The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology".
Erst vor einigen Monaten hatten amerikanische Wissenschaftler unter Leitung von William B. Grant vorgerechnet, dass allein in Europa die "Unterversorgung" mit dem Sonnenschein-Vitamin die Gesundheitssysteme der Länder mindestens 177 Milliarden Euro kostete – jährlich.
Die
UV-Strahlen der Sonne sind der natürliche Katalysator des Menschen für die körpereigene
Vitamin D-Produktion. Ein geringer Prozentsatz
UV-B im Sonnenlicht reicht aus, diese Prozesse in der menschliche Haut anzustoßen, um so auf natürliche Weise
bis zu 90 % des menschlichen Vitamin D-Bedarfs zu generieren. Alternativ ließe sich eine ausreichende
Vitamin D-Versorgung, besonders für die Monate mit zu wenig natürlicher UV-Einstrahlung – von Oktober bis Ende April –
über das künstliche Licht eines Solariums oder aber die Zufuhr von Vitamin D über Nahrungsergänzung regulieren.
Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte jedoch stets in Absprache mit einem Arzt geschehen (Bestimmung des Vitamin D-Spiegels) da mitunter die Gefahr einer (toxischen) Vitamin D-Überdosierung besteht. Dieses Risiko ist bei der Vitamin D-Synthese durch natürliches oder künstliches UV-Licht nicht gegeben, da der Organismus die Vitamin D-Produktion von selbst reguliert.
Auch die Gefahr einer möglichen Hautschädigungen im Solarium kann bei verantwortungsvoller Nutzung des Lichtes ausgeschlossen werden.
Ein Drittel der UV-Dosis, die zu einer Hautrötung führen könnte, genügt bei den meisten Menschen, um den
Vitamin D-Spiegel gesundheitswirksam
anzuheben.