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Milliarden-Geschäfte um Facebook

Autor: LenaKoch | Erstellt am: 14.01.2011 | Gelesen: 498
Kategorie: Internet & Multimedia | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Facebook ist immer da. Das soziale Netswerk plant unseren Tagesablauf.

Facebook
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Facebook ist immer da. Das soziale Netswerk plant die Party-Tour am Wochenende, das Wochenende bei den Geschwistern, die Shoppingtour mit den Freunden und sogar wer was wem zum nächsten Geburtstag schenkt. Wer nicht regelmäßig online schaut, droht nicht auf dem Laufenden zu sein. Was macht wer gerade und wer ist nun mit wem befreundet. Kein Wunder dass dieses soziale Netzwerk schnell zu einem suchtartigen Phänomen werden kann, bei dem die leidenschaftlichen Anhänger mehrmals am Tag ihre Pinwand checken müssen. Und so geht es nicht wenigen; zwar schwanken die Zahlen aber bis vor kurzem hatte Facebook insgesamt etwa 150 aktive Nutzer – das macht es zum siebtgrößten Land der Welt.

Eine so große Anzahl an Menschen die offen und verfügbar all ihre Lieblingsbeschäftigungen und Vorleiben ins Internet schreiben, ist natürlich hoch interessant für jegliche Form der Marktforschung. Darin steckt der Wert von Facebook und dessen sind sich die Macher des sozialen Netzwerkes auch durchaus bewusst. So geht man dort geschickt Partnerschaften mit anderen großen Namen des Internets ein. Die Verbindung zu Amazon besteht bereits. So ist es für den großen Internet-Buchhändler ein leichtes herauszufinden, wer welches Buch gern zu Ostern hätte. Das ist bares Geld wert und rechnet sich: 50 Milliarden um genau zu sein. Das ist der Wert den Facebook laut Schätzungen heute hat.

Aber wer hat denn all dieses hypothetische Geld? Bereits der Film aus dem vergangenen Jahr über den Erfinder von Facebook, der unter dem Namen „The Social Network" in die Kinos kam, versuchte die Natur des Netzwerkes zu erklären, indem er seine Gründerzeit beleuchtete. Wie nahe der Film sich an die Wahrheit hält, sei dahingestellt, aber es gibt einem zu denken. Ebenfalls gibt es einem zu denken, wenn sich Namen wie Goldman Sachs in das Internetprojekt einkaufen. Sachs wurde vor allem dafür berühmt, dass er sich an der Weltwirtschaftskrise gesundstoßen konnte, indem er wertlose Papiere an die deutsche IKB verkaufte. Dafür musste er zwar Strafe Zahlen – immerhin 550 Millionen Dollar – aber bei über 12 Milliarden Gewinn aus diesen zweifelhaften Geschäften sollte das kein großer Verlust sein.

Unter dem Strich stärkt die Involvierung solcher Namen in jenes soziale Netzwerk, in dem so viele Menschen ihre Privatsphäre offen legen, das unangenehme Gefühl, dass hier mit persönlichen Details eine Glücksspiel betrieben wird. Und in diesem Online Casino werden nicht nur die Daten der Facebook-Nutzer aufs Spiel gesetzt, sondern auch Summen in Milliarden-Höhe.

 
 
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