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Mikro- und Nano-Cuts zu den Funktionsweisen des Lebens

Autor: ACHILLES | Erstellt am: 24.02.2010 | Gelesen: 1010
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Femtosekundenlaser - berührungslos und schonend Schneiden in nativen Zellen, sowie in weichen und harten Gewebestrukturen.

Endothelzelle vor und nach der Ablation eines einzelnen Mitochondriums (Judith Baumgart, Laser Zentr
Endothelzelle vor und nach der Ablation eines einzelnen Mitochondriums (Judith Baumgart, Laser Zentr
Grundprinzip der auf einem Femtosekundenlaser basierenden Technologie ist das schonende und funktionserhaltende Bearbeiten von nativem Gewebe und eine gezielte Manipulation einzelner Zellen beziehungsweise derer Strukturen. Dabei werden, je nach Beschaffenheit des Probenmaterials, Schnitttiefen von bis zu 200 μm und Schichtstärken von 10 bis 100 μm erreicht. Selbst dreidimensionale Schnitte in tieferen Gewebeschichten sind möglich. Ein vorheriges Einbetten oder gar chemisches Fixieren ist bei vielen Proben nicht mehr notwendig.

Das junge Unternehmen Rowiak, ein Spin-Off aus dem Laser Zentrum Hannover, hat sich darauf spezialisiert, die noch wenig genutzte Femtosekundenlasertechnologie für Applikationen in den Life Sciences und in angrenzenden Themen der Materialkunde verfügbar zu machen. So wurden die Systeme CellSurgeon und TissueSurgeon entwickelt, die für den Anwender eine Kombination aus Nanometer-genauer Schneidevorrichtung und hochwertigem abbildenden System bieten. Der bis auf subzellulärem Niveau arbeitende CellSurgeon ist mit einem Marken-Fluoreszenzmikroskop, der auf den Mikrobereich von Geweben ausgerichtete TissueSurgeon mit neuester OCT-Imaging-Technologie ausgestattet.

Applikationen in Life Sciences und Materialkunde

Der CellSurgeon konnte sich bereits in unterschiedlichen Applikationen verschiedener LifeScience-Laboratorien bewähren: beispielsweise zum systematischen Ausschalten von Mitochondrien in der Apoptose-Forschung, oder zur gezielten Perforation der Zellmembran bei der Stammzellenuntersuchung, um fremdes Erbmaterial selektiv in die Zellen einschleusen zu können. Die Möglichkeit der punktgenauen Manipulation ohne Schädigung des zellulären Milieus und der umliegenden Zellen ist Garant für eine extrem hohe Überlebensrate der untersuchten Zellen - eine wichtige Voraussetzung gerade auch für Untersuchungen an small model organisms wie Drosophila- oder Zebrafisch- Embryonen.

Mit dem TissueSurgeon steht ein Instrument an der Schnittstelle von Biologie und Materialkunde zur Verfügung, das sowohl auf das schonende Schneiden von nativen Zellschichten und Geweben, als auch auf die dreidimensionale Mikrostrukturierung von Werkstoffen spezialisiert ist. So konnte jetzt im Bereich Tissue Engineering gezeigt werden, dass durch die Bearbeitung eines spezifischen Trägermaterials mit dem fokussierten Laserstrahl eine deutlich verbesserte Anhaftung der Zellen erreicht werden kann. Weitere Vorteile: Besonders druck- und temperaturempfindliches Weichgewebe wird vom TissueSurgeon ohne die bei mechanischer Beanspruchung üblichen Quetschungen geschnitten. Hartgewebe wie Knochen oder Zähne müssen nicht mehr aufwändig entkalzifiziert werden.

CellSurgeon und TissueSurgeon können an die verschiedensten Aufgaben in der Medizin, Biologie und Materialkunde angepasst werden. Bei der diesjährigen Analytica Messe vom 23. bis 26.März in München besteht Gelegenheit, sich mit dem Rowiak-Team (Halle 3, Stand 230) über individuelle Anforderungsprofile auszutauschen.

Kontakt:
Rowiak GmbH
Lothar Grannemann
Garbsener Landstr. 10
30419 Hannover

Tel.: 0511/277 29 50
mobil: 0171/55 11 225
E-Mail: info@rowiak.de
URL: www.rowiak.de
 
 
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