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Migration und Integration

Autor: Lackner | Erstellt am: 21.10.2010 | Gelesen: 578
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Win2Win - mit einem Blick zurück (Teil 1, 2 und 3)

Ohnmacht in der Politik
Ohnmacht in der Politik
Bericht aus dem Jahre 2030: Die Probleme in der Migration und Integration waren von Menschen gemacht und wurden von Menschen gelöst. Wie es gelungen ist, das berichten drei Staatsmänner (bzw. -frauen), jeweils aus ihrem Blickwinkel.

Teil 1, Emigration

Und so sprach der Regierungschef eines armen Landes zu den Emigranten: „Wenn ihr nun für einen Teil eures Lebens in ein anderes Land ziehen möchtet, dann denkt an eure Verpflichtung, Botschafter unseres Volkes zu sein. Es ist ein großer Schritt, denn ihr verlässt eure Wurzeln – für lange Zeit oder für immer. Ich möchte euch auch sagen, dass es für uns nicht leicht ist, euch gehen zu sehen. Denn auch wir brauchen alle, um mit ganzen Kräften an der Zukunft unseres Landes zu arbeiten. Und wir werden es auch schaffen, mit dem Willen und dem Können unserer Menschen im Lande und mit der Unterstützung der Staatengemeinschaft. Und wir möchten und werden diese Hilfe auch zurückgeben, wenn wir es geschafft haben.

Begegnet euren Gastgebern mit Respekt, so wie ihr es von euren Gästen erwarten würdet. Lernt und sprecht die Sprache eurer Gastgeber und beachtet die gesellschaftlichen Regeln und Gesetze eurer neuen Heimat. Diesem Geiste folgend, werdet Teil eurer neuen Heimat. Das wird uns mit Stolz erfüllen. Wenn ihr diesen Weg geht, so muss das keinen Widerspruch mit euren, unseren Traditionen bedeuten - denn ihr zieht in ein freies Land, in dem auch Vielfalt Tradition hat. So werdet ihr unsere Zukunft auch aus der Ferne unterstützen und gute Botschafter für euer – unser Volk sein."

Teil 2, Migration und Integration

Und so sprach der Vorsitzende der Staatengemeinschaft am Ende der Tagung: „Werte Vertreter eurer Staaten, ich danke euch für das Gelingen unserer Bemühungen, für die wichtigen Fragen der Migration zu besseren Antworten gekommen zu sein. Wir werden in Zukunft gemeinsam und mit einer Zunge gegen jene Staaten vorgehen, welche Bürgerinnen und Bürger ihres Landes aus politischen Gründen zwingen, ihre Heimat verlassen zu müssen. Wir werden diesen Flüchtlingen eine neue Heimat geben, indem wir uns auch gemeinsam darum bemühen, die beste neue Heimat für die Flüchtlinge auszusuchen, um die größte Chance für eine Integration zu erreichen. Unser Erfolg wird ausschließlich daran gemessen, wie es uns gelingt, die Zahl der unfreiwilligen Migration immer und immer wieder zu reduzieren und die Qualität der Integration zu verbessern.

Das sind unsere gemeinsamen Ziele, denen wir uns verpflichtet haben und welche wir mit ganzem Herzen und wachem Verstand erreichen werden. Ich danke ihren Staaten und jedem von Ihnen für seinen Beitrag an diesem Prozess der Verständigung. Damit wird unsere Welt humaner werden."

Teil 3, Emigration und Immigration

Und so sprach der Regierungschef zu den Bürgerinnen und Bürgern seines Landes: „Wir haben bei der Migration in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Viele von uns denken nur mit Kopfschütteln an die Zeit zurück, wo dieses Thema Streitkultur auf der tiefsten Stufe in den parteipolitischen Auseinandersetzungen war. Von Hetze und von Träumerei war die Rede - ein oftmals bewusstes Aneinandervorbeischreien von Schlagwörtern, im wahrsten Sinn des Wortes. Das liegt nun hinter uns - wir haben diese Verrücktheit hinter uns gelassen.

Ein wesentlicher Aspekt ist auch, dass es der Staatengemeinschaft gelungen ist, die Zahl der politischen Konflikte und undemokratischen Strukturen und den damit zusammenhängenden unfreiwilligen Emigrantenstrom deutlich zu reduzieren. Auch die weltweite Koordination und die Übereinstimmung über verbindliche Regeln für die Migration haben sich in allen Staaten sehr positiv auf die Qualität der Integration ausgewirkt.

Und wir haben unseren Teil dazu beigetragen, indem wir uns dieser Frage mit einer ausführlichen und mit Vernunft getragenen Diskussion über ein gemeinsames Ziel genähert haben. Wir haben gemerkt, dass die Ziele gar nicht so weit auseinander waren, als es der Schlagabtausch auf den politischen Bühnen vorgab zu sein. Nachdem das Ziel unstrittig war, ist es uns gelungen, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen und diese in geeigneter Weise mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommunizieren. Nun merken wir immer deutlicher, dass die Nachteile und die Vorteile im Saldo ein Win2Win-Ergebnis bringen. Mit Stolz erfüllt uns auch die Anerkennung, welche uns von den Staaten entgegengebracht wird. Es ist uns gelungen vom Prinzip „Heiliger Florian verschon´ unser Haus, zünd´s andere an“ auf ein Klima des Respekts und der Fairness zu gelangen. Dafür danke ich euch aus ganzem Herzen.“

Über den Zustand politischer Problemlösungskultur

Siehe www.h-eureka.com/jri.htm

Robert Lackner
 
 
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