Migräne - stechende Kopfschmerzen
Migräne ist ein heftiger Kopfschmerz, der häufig spontan auftritt und maximal drei Tage anhält. Durch pulsierenden oder pochenden Schmerz ist meistens nur eine Seite des Kopfes betroffen. In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der Bevölkerung unter Migräne. Dabei sind Frauen dreimal so oft betroffen wie Männer. Neben dem starken Kopfschmerz treten Symptome wie Übelkeit, Schwindel sowie Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen auf. Bis heute sind die Ursachen von Migräne nicht geklärt. Allerdings weisen einige Studien darauf hin, dass genetische Faktoren eine bedeutende Rolle spielen. Klarheit herrscht darüber, dass es auslösende Faktoren gibt. Dazu gehören Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin, aber auch Schlafmangel, Stress und psychische Belastungen.
Natürliche Mittel
Wenn ein leichter Migräneanfall auftritt, helfen oft auch natürliche Mittel. In erster Linie sollte sich der Betroffene an einen ruhigen Ort mit gedämpftem Licht zurückziehen und auf Genussmittel wie Tabak und Alkohol verzichten. Einige Patienten berichten von der positiven Wirkung von Pfefferminzöl, das auf die Schläfen gerieben wird, und von kühlen Tüchern oder Kompressen. Auch frische Luft und Kaffee mit Zitrone wirken sich bei einigen Betroffenen positiv aus. Wenn der Migräneanfall durch Stress ausgelöst wurde, helfen Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training und Meditation. Leider wirken diese Mittel nur bei schwachen Anfällen und auch nur dann, wenn sie bereits beim Ausbrechen eingesetzt werden.
Medikamente
Bei mittleren und starken Migräneanfällen helfen den betroffenen Patienten meistens nur Medikamente. Diese sind allerdings fast alle verschreibungspflichtig und häufiger auftretende Migräneanfälle sollten unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden. Mittelstarke Attacken können mit NSAR-Schmerzmitteln und Analgetika behandelt werden. Besonders effektiv ist hierbei die Kombination aus Koffein, ASS und Paracetamol. Für stärkere Attacken werden Triptane eingesetzt. Diese sind besonders dann effizient, wenn sie sofort zu Beginn einer Attacke eingesetzt werden. Außerdem behandeln sie die lästigen Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Schwindel ebenfalls. Stimmen Sie daher den Medikamenteneinsatz immer mit Ihrem Arzt ab.
Vorbeugung
Besser als die Einnahme von Medikamenten ist natürlich ein vorbeugendes Verhalten. Einerseits sollten Risikofaktoren gemieden werden und andererseits ist es wichtig, den Körper in beschwerdefreien Zeiten zu stärken. Um die persönlichen Trigger herauszufinden, die Migräne auslösen, ist es hilfreich ein Migränetagebuch zu führen. So lassen sich schnell Muster erkennen. Übermäßig viel Alkohol oder Nikotin sind definitiv ungesund. Auch Stress, Schlafmangel und psychische Belastungen sollten von Migränepatienten gemieden werden. Auch wenn
Migräne den Alltag stark beeinträchtigt, kann man durch ein bewusstes Verhalten die Anzahl der Attacken minimieren und so die eigene
Gesundheit verbessern.