(Online-Artikel.de) - Die EU-Richtlinie für Märkte in Finanzinstrumenten (Markets in Financial Instruments Directive – kurz MiFID) tritt am 1. November 2007 in Kraft.
Ganz im Sinne des Verbraucherschutzes erhöht sich damit die Transparenz für den Kunden. So müssen Banken, Vermittler und Berater dem Kunden unter anderem diejenigen Provisionen offen legen, die sie beim Produktabschluß erhalten. Damit soll der Kunde die Interessenlage besser beurteilen können. Hinzu kommen für die Finanzdienstleistungsinstitute umfassende Berichts- und Dokumentationspflichten. Ferner gilt dann auch das „Best-Execution-Prinzip", also die Verpflichtung, eine Transaktion dort abzuwickeln, wo die Gebühren am niedrigsten sind.
„Die MiFID bietet eine große Chance für freie, wirklich unabhängige Vermögensberater.", erläutert Ulf Niklas, geschäftsführender Gesellschafter des Finanzplanungsbüros Niklas & Lehmann am Roseneck in Berlin-Grunewald. Gewinnen dürften dabei vor allem die hoch qualifizierten, professionellen Berater, die eine kundenorientierte Betreuung auf reiner Honorarbasis leisten. Die Zahl der Berater werde aufgrund der Marktsättigung insgesamt zwar noch weiter zurückgehen, deren Marktanteil aber steigen.
Ulf Niklas führt aus: „Das Modell reiner Honorarberatung ist in Deutschland aber unverändert die Ausnahme." Wenn überhaupt, werde die transparente Honorarberatung fast ausschließlich im Geschäft mit den hoch vermögenden Privatkunden angeboten. „Im breiten Geschäft verdienen die Banken bislang über ein im Detail kaum nachvollziehbares System von Provisionen und Gebühren. Die meisten Gebühren sind abhängig von den Transaktionen, was häufige, oft fragwürdige Umschichtungen im Portfolio begünstigt. Aber dies ist nicht immer im Interesse der Kunden".
Teuer müsse es für den Kunden jedenfalls nicht sein: Im Finanzplanungsbüro Niklas & Lehmann werde bereits jetzt transparent auf Honorarbasis abgerechnet - entweder pauschal oder auf Stundenbasis. „An den Folgegeschäften verdienen wir nichts. So können wir wirklich unabhängig und ausschließlich im Interesse unserer Kunden handeln", berichtet Stephanie Lehmann, ebenfalls geschäftsführende Gesellschafterin. Dies sei das entscheidende Argument und begründe die Authenzität des Geschäftskonzeptes.
Bei Niklas & Lehmann werde eine umfassende Finanzplanung und Vermögensberatung oder die Führung eines persönlichen Finanzsekretariats nicht nur für hoch vermögende Kunden angeboten, sondern für alle Privatkunden – und eben dieser Ansatz sei noch sehr neu im Markt. Aufgrund der reinen Honorarberatung spiele es keine Rolle, um welche konkreten Anlagebeträge es sich handele.
„Die etablierten Banken sind aus Kostengründen gezwungen, die Intensität und damit Qualität Ihrer Betreuung dem Ertragspotenzial der jeweiligen Kundenbeziehung anzupassen.", erläutert Stephanie Lehmann weiter. Dies geschehe derzeit ausschließlich hinter den Kulissen, um Unruhe in der Kundschaft zu vermeiden. Die Branche habe aus den Fehlern der Deutschen Bank gelernt. „Wir dagegen nutzen unsere im Vergleich sehr günstigen Kostenstrukturen als kleines Finanzplanungsbüro zum Vorteil aller unserer Kunden."
Wie dies konkret funktioniere, mache folgendes Beispiel deutlich: „Wir haben die Möglichkeit, unseren Kunden nur das anzubieten, was sie auch wirklich möchten. Für Kundenberater etablierter Geschäftsbanken aus Ertragssicht unattraktive Produkte wie zum Beispiel Bundeswertpapiere und Festgelder können wir guten Gewissens empfehlen." Der Ertrag bleibe dann vollständig dort, wo er hingehöre - beim Kunden. Versteckte Provisionen oder Gebühren zu Lasten der Kundenperformance? Fehlanzeige."
Zudem nutze man den intensiven Konditionenwettbewerb zwischen den Geschäftsbanken zum Vorteil der eigenen Kunden. „Für ein Festgeld mit gleicher Kondition und Laufzeit differieren die Angebote teilweise erheblich – ebenso bei den unterschiedlichen Konditionen wie Kontoführungsgebühren und Transaktionskosten. Wir haben den stets aktuellen Marktüberblick und suchen das Beste für unsere Kunden heraus – und übernehmen den organisatorischen Aufwand für einen Bankwechsel, wenn der Kunde dies wünscht." Auf die Sicherheit der Kundenanlagen durch die Einlagensicherungssysteme werde besonders geachtet.
Ulf Niklas ergänzt: „Was uns besonders wichtig ist: Unsere Kunden werden nicht nur nach den MiFID-Erfordernissen und unabhängig, sondern auf fachlich höchstem Niveau beraten. Hier spielen wir mit den hervorragend ausgebildeten Relationship-Managern im Wealth-Management der Banken in der gleichen Liga." Unterstrichen werde dieser hohe Qualitätsanspruch vor allem durch die Ausbildung zum Certified Financial Planner CFP ®. Besonders stolz sei man allerdings darauf, in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin nur zu einer Handvoll vollständig unabhängig arbeitender Certified Financial Planner zu gehören.